National League: Der ZSC gewinnt das Löwenduell klar
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National LeagueDer ZSC gewinnt das Löwenduell klar

Die Zürcher zeigen eine starke Leistung und schicken die Gäste aus Lausanne mit einer 6:1-Klatsche nach Hause. Der EVZ bezwingt Lugano im Gotthard-Derby 3:2.

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nos
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Freude herrscht: Die Zürcher bezwingen Lausanne HC diskussionslos mit 6:1 und können endlich wiedermal einen 3-Punkte-Sieg bejubeln.

Freude herrscht: Die Zürcher bezwingen Lausanne HC diskussionslos mit 6:1 und können endlich wiedermal einen 3-Punkte-Sieg bejubeln.

Keystone/Walter Bieri
Der Torschütze zum 3:1 Reto Schäppi versucht sich im Hallenstadion gegen die Lausanner Alain Mieville und Jonas Junland durchzusetzen.

Der Torschütze zum 3:1 Reto Schäppi versucht sich im Hallenstadion gegen die Lausanner Alain Mieville und Jonas Junland durchzusetzen.

Keystone/Walter Bieri
Torfestival im Hallenstadion: Die Löwen bissen sich zwar in einem torlosen ersten Drittel an Lausanne Goalie Huet die Zähne aus, doch in den verbleibenden 40 Minuten liessen sie das Netz dann gleich sechs Mal zappeln.

Torfestival im Hallenstadion: Die Löwen bissen sich zwar in einem torlosen ersten Drittel an Lausanne Goalie Huet die Zähne aus, doch in den verbleibenden 40 Minuten liessen sie das Netz dann gleich sechs Mal zappeln.

Keystone/Laurent Gillieron

Das Krisenmanagement der ZSC Lions funktioniert: Im Duell zweier angeschlagener Teams setzen sich die Zürcher vor heimischer Kulisse gegen Lausanne mit 6:1 durch.

Ein Doppelschlag kurz nach Spielhälfte durch Suter und Schäppi brachte die Entscheidung.

Als die gut zwei Dutzend aus Lausanne angereisten Gästefans mit grosser Verspätung gegen Ablauf des ersten Drittels im Hallenstadion eintrafen, hatten sie wenig verpasst. Den beiden Mannschaften war die Verunsicherung anzumerken, die sich nach dem verhaltenen Saisonstart beidseits breitgemacht hat. Der ZSC war zwar von Beginn weg bemüht, das Spiel schnell zu machen, zu oft fehlte es den Lions aber an der nötigen Präzision und Entschlossenheit.

Torfestival im Hallenstadion

Die Partie vor lediglich 7432 Zuschauern kam erst nach 23 Minuten in Schwung, als Mike Künzle für den ZSC zum 1:0 traf. Dem Tor war eine schöne Passkombination von Inti Pestoni und Rückkehrer Mattias Sjögren vorausgegangen. Die Freude bei ZSC-Trainer Hans Wallson darüber währte allerdings nicht lange. Zuerst liess Fabrice Herzog in Unterzahl zwei gute Chancen aus, ehe das Team des Schweden im Powerplay selbst in Bedrängnis geriet. Drew Shore vertändelte an der offensiven blauen Linie die Scheibe, Sven Ryser profitierte, zog alleine davon und bezwang Lukas Flüeler im ZSC-Tor zum 1:1. Es war dies im achten Spiel bereits der vierte Gegentreffer in Überzahl für die Lions.

Die Zürcher Reaktion liess allerdings nicht lange auf sich warten. Die Strafe gegen Junland lief noch, da schoss Pius Suter das Heimteam nur 33 Sekunden nach dem Ausgleich wieder in Führung. Er hatte nach einem Direktschuss von Fredrik Pettersson abgestaubt. Für den 21-jährigen Stürmer war es der erste Saisontreffer, nachdem er erst vergangene Woche wieder aus dem NHL-Trainingscamp in Nordamerika zurückgekehrt war. Wiederum 33 Sekunden später erhöhte Reto Schäppi auf Zuspiel von Roman Wick auf 3:1 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Chris Baltisberger, Pestoni und Kevin Klein sorgten im Schlussdrittel schliesslich für den zwar verdienten, aber in dieser Höhe etwas schmeichelhaften Zürcher Heimsieg.

Zug rückt in Lugano auf den 2. Platz vor

Der EV Zug feiert den fünften Sieg in Serie und rückt in der Tabelle vom 4. auf den 2. Platz vor. Der diesjährige Playoff-Finalist siegt in Lugano nach einem 0:2-Rückstand mit 3:2 und nimmt Revanche. Wie bereits beim ersten Saisonduell dieser beiden Teams lautete das Resultat nach 40 Minuten 2:2. Und auch diesmal setzte sich die Gastmannschaft durch.

Das entscheidende 3:2 für den EVZ erzielte Fabian Schnyder in der 50. Minute. Den Unterschied machte das Powerplay: Während die Zuger in zwei von vier Überzahlsituationen, erfolgreich waren, nutzten die Luganesi keine der fünf Strafen gegen die Gäste.

Im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen ging Lugano nicht «nur» 1:0 in Führung, nach 13 Minuten stand es gar 2:0 für die Bianconeri. Zunächst traf Luca Fazzini auf Assist von Grégory Hofmann, beim zweiten Treffer war es umgekehrt.

Zugs Powerplay-Stärke

Hofmann hatte bereits am 9. September in Zug das zweite Tor der Luganesi erzielt. Danach durfte der 24-jährige Stürmer ins NHL-Camp der Carolina Hurricanes, für die er zwei Partien bestritt. Er hätte in Nordamerika bleiben und in der AHL für das Farmteam Charlotte Checkers spielen können, entschied sich jedoch dafür, zu Lugano zurückzukehren. Nun erzielte er in seinem dritten Spiel in der National League den dritten Treffer.

Zug kämpfte sich dank zwei Powerplay-Toren von Garrett Roe (16.) und Carl Klingberg (39.) zurück. Damit hat der EVZ nach sieben Meisterschaftspartien bereits neunmal in Überzahl reüssiert. Verteidiger Robin Grossmann, zuletzt in vier Begegnungen hintereinander Torschütze, bereitete das 1:2 vor.

Telegramm und Rangliste:

ZSC Lions - Lausanne 6:1 (0:0, 3:1, 3:0)

7432 Zuschauer. - SR Koch/Stricker, Kaderli/Wüst.

Tore: 24. Künzle (Pestoni, Sjögren) 1:0. 31. (30:22) Ryser (Ausschluss Junland!) 1:1. 31. (30:55) Suter (Pettersson, Geering/Ausschluss Junland) 2:1. 32. (31:28) Schäppi (Wick) 3:1. 50. Chris Baltisberger (Suter, Nilsson/Ausschluss Borlat) 4:1. 58. (57:19) Pestoni 5:1. 58. (57:34) Klein (Shore) 6:1.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 3mal 2 Minuten gegen Lausanne.

PostFinance-Topskorer: Nilsson; Junland.

ZSC Lions: Flüeler; Klein, Geering; Blindenbacher, Phil Baltisberger; Karrer, Marti; Guerra; Pettersson, Suter, Nilsson; Kenins, Schäppi, Wick; Chris Baltisberger, Shore, Herzog; Künzle, Sjögren, Pestoni; Prassl.

Lausanne: Huet; Junland, Borlat; Trutmann, Genazzi; Gobbi, Fischer; Frick; Simic, Froidevaux, Herren; Danielsson, Jeffrey, In-Albon; Zangger, Kneubuehler, Ryser; Bougro, Miéville, Schelling; Nodari.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Seger und Hinterkircher (beide verletzt), Sutter (überzählig), Lausanne ohne Walsky und Vermin (beide verletzt), Pesonen (krank).

Lugano - Zug 2:3 (2:1, 0:1, 0:1).

5396 Zuschauer. - SR Hebeisen/Wiegand, Castelli/Kovacs.

Tore: 2. Fazzini (Hofmann) 1:0. 13. Hofmann (Fazzini, Furrer) 2:0. 16. Roe (Grossmann, Kast/Ausschluss Klasen) 2:1. 39. Klingberg (Lammer, McIntyre/Ausschluss Walker) 2:2. 50. Schnyder (Diaz, McIntyre) 2:3.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen Zug.

PostFinance-Topskorer: Bürgler; Stalberg.

Lugano: Merzlikins; Furrer, Riva; Sanguinetti, Chiesa; Vauclair, Ronchetti; Wellinger; Klasen, Lajunen, Bürgler; Hofmann, Lapierre, Fazzini; Walker, Sannitz, Bertaggia; Romanenghi, Morini, Reuille.

Zug: Stephan; Morant, Grossmann; Diaz, Geisser; Schlumpf, Stadler; Fohrler, Helbling; Lammer, Roe, Stalberg; Martschini, McIntyre, Zehnder; Klingberg, Kast, Senteler; Arnold, Kläy, Schnyder.

Bemerkungen: Lugano ohne Cunti (krank), Brunner und Ulmer. Zug ohne Diem, Alatalo und Suri (alle verletzt). - 36. Pfostenschuss Kast. - 1. National-League-Spiel von Zehnder. - Time-Out Lugano (59.). - Lugano ab 58:20 ohne Goalie.

Rangliste: 1. Fribourg-Gottéron 7/18 (18:15). 2. Zug 7/16 (23:16). 3. Biel 7/14 (25:19). 4. Bern 6/13 (22:11). 5. Davos 7/13 (20:20). 6. ZSC Lions 8/13 (28:25). 7. Lugano 7/11 (24:20). 8. Lausanne 7/8 (19:26). 9. Ambri-Piotta 7/7 (18:23). 10. Genève-Servette 7/7 (15:20). 11. Kloten 7/3 (12:17). 12. SCL Tigers 7/3 (17:29).

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