«Ich bekam den Part sofort» - Der Zürcher Basil Eidenbenz angelt sich eine Rolle in «The Witcher»
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«Ich bekam den Part sofort»Der Zürcher Basil Eidenbenz angelt sich eine Rolle in «The Witcher»

Schauspieler Basil Eidenbenz spielt Eskel in der zweiten Staffel von «The Witcher». Im Interview spricht der 28-Jährige über seine Rolle in der Netflix-Erfolgsserie.

von
Nadja Rippmann
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Der Zürcher Basil Eidenbenz spielt eine Episodenhauptrolle in der zweiten Staffel von «The Witcher». 

Der Zürcher Basil Eidenbenz spielt eine Episodenhauptrolle in der zweiten Staffel von «The Witcher».

Tom Wagner
Der 28-Jährige lebt und arbeitet derzeit in London. 

Der 28-Jährige lebt und arbeitet derzeit in London.

Instagram/basil.eidenbenz
Im Netflix-Hit «The Witcher» ist er in der Rolle des Eskel zu sehen. Ursprünglich sollte der Schauspieler Thue Ersted Rasmussen (Fast & Furious 9) den Part übernehmen. Allerdings berichtete Deadline erst vor Kurzem, dass der Darsteller dazu gezwungen war, die Hexer-Rolle aufzugeben.

Im Netflix-Hit «The Witcher» ist er in der Rolle des Eskel zu sehen. Ursprünglich sollte der Schauspieler Thue Ersted Rasmussen (Fast & Furious 9) den Part übernehmen. Allerdings berichtete Deadline erst vor Kurzem, dass der Darsteller dazu gezwungen war, die Hexer-Rolle aufzugeben.

Instagram/basil.eidenbenz

Darum gehts

  • Basil Eidenbenz (28) ist in der Schweiz kaum jemandem ein Begriff – obwohl der junge Schweizer Schauspieler international gerade voll durchstartet.

  • So spielt der gebürtige Zürcher in der Mega-Erfolgsserie «The Witcher» eine Episodenhauptrolle.

  • Im Interview berichtet Eidenbenz, wie es so weit kam und welche Megarolle als nächstes ansteht.

Basil, du spielst die Rolle des Eskel in «The Witcher». Wieso ist dies bisher an der Schweiz vorbeigegangen?Frag das die Schweizer Journalistinnen und Journalisten (lacht). Nein, im Ernst: Ich glaube, dass die Schweiz in Sachen Film hauptsächlich nach Deutschland schaut. Die allermeisten jungen Schauspieler, die sich voll auf die Schauspielerei konzentrieren, gehen nach Deutschland. Ich bin in England gelandet.

War es also eine karrieretechnische Entscheidung, nach London zu ziehen? Ich sprach bereits gut Englisch und wollte weg, da lag London auf der Hand. Obwohl ich die Filmszene in Deutschland auch ziemlich schätze – es geht dort aber noch etwas mehr oldschool zu und her.

Inwiefern? In Deutschland muss ich physisch zu Castings erscheinen. Dort übe ich dann Texte und spiele die Szenen, die von der Produktion beurteilt werden. Das ist für alle ziemlich zeitaufwändig. Trotzdem schätze ich diese Art des Castings mehr. Es macht einfach mehr Spass, wenn man von Anfang an mit echten Menschen zusammenarbeitet. In England werden hauptsächlich selbst aufgenommene Tapes verlangt. Ich drehe hier oft Szenen mit meinem Handy und spanne meine Mitbewohner ein, die den Gegenpart spielen müssen.

Hast du die die Rolle des Eskels auch so bekommen? In etwa. Ich war letztes Jahr während des Lockdowns einige Monate in der Schweiz und habe Witcher auf der Playstation gespielt. Ich hatte also beinahe einen Monat in dem Universum verbracht, als die Castinganfrage kam. Mit einer Anfrage hatte ich überhaupt nicht gerechnet, denn die Rolle war bereits vergeben.

Ursprünglich sollte Thue Ersted Rasmussen den Eskel spielen.
Genau. Da der Dreh von «The Witcher» wegen der Pandemie nach hinten verschoben wurde, konnte Rasmussen die Rolle aus terminlichen Gründen aber nicht mehr übernehmen. Corona bot mir also eine riesige Chance. Ich nahm das Casting-Tape auf, schickte es ein und bekam die Rolle sofort.

Kurz darauf kursierte der Hashtag #notmyeskel in den sozialen Medien. Wie war das für dich?Das kann ich ganz gut verstehen. Rasmussen ist zehn Jahre älter als ich und hat eine ganz andere Aura. Ich bin in dem Sinne kein Ersatz, sondern verkörpere den Eskel auf völlig eigene Art und Weise.

Du hast als Teenager in der SRF-Zambo-Show «Best Friends» mitgespielt. Wie anders ist es, am Set von «The Witcher» zu arbeiten? Die Dreharbeiten von «Best Friends» liegen tatsächlich schon richtig weit zurück und trotzdem waren sie gar nicht so anders. Ich habe in den letzten Jahren in grösseren und kleineren Produktionen mitgespielt und eigentlich läuft es immer ganz ähnlich ab – bei «The Witcher» war einfach alles viel grösser. Und am Set sind deutlich mehr Menschen. Die Dreharbeiten fanden etwas ausserhalb von London auf einem alten Militärflughafen statt. In den Flugzeughangars sind ganze Welten aufgebaut worden. Das ist schon ganz schön beeindruckend.

Geht man leichter in der Rolle auf, wenn die Szenerie um einen herum derart real wirkt? Total! Einige Schauspielerinnen und Schauspieler hatten mir von ihren Superhelden-Momenten berichtet: Von diesen Momenten, in denen sie vollkommen realisierten, was gerade passiert, in der Rolle aufgehen und es gleichzeitig kaum glauben können, dass sie die Rolle verkörpern dürfen. Ich hatte meinen persönlichen Superhelden-Moment, als ich das erste Mal komplett kostümiert übers Set lief, das Schwert auf dem Rücken, und an einem Spiegel vorüberging. Da habe ich realisiert: Holy shit, das passiert gerade wirklich!

Was werden wir in Zukunft von dir sehen?Ich habe gerade viele Projekte in Aussicht, die noch nicht spruchreif sind oder über die ich noch nicht sprechen darf.

Von den Dreharbeiten des neuen «Indiana Jones» kursiert im Netz ein Bild, auf dem du hinter Harrison Ford in einem Kostüm zu sehen bist. Ist der neue «Indiana Jones» vielleicht ein solches Projekt, an dem du arbeitest, aber noch nicht darüber sprechen darfst?Das ist vielleicht ein solches Projekt, an dem ich arbeite, aber noch nicht darüber sprechen darf (lacht).

Die zweite Staffel von «The Witcher» startet am 17. Dezember.

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