Aktualisiert 10.04.2014 21:41

PlayoffsDerby-Knaller im Playoff-Final

Das Derby ist perfekt: Die ZSC Lions fahren im siebten Spiel zuhause gegen Genf-Servette einen überlegenen 4:0-Sieg ein und treffen im Final auf die Kloten Flyers.

Die ZSC Lions folgen Kloten in den Playoff-Final. Die Zürcher gewinnen die Belle im Hallenstadion gegen Servette mit 4:0 und entscheiden somit die Best-of-7-Serie mit 4:3-Siegen für sich.

Wie schon beim 1:0 gegen Lausanne im entscheidenden Viertelfinal lieferten die Lions auch gegen Servette im entscheidenden Moment die beste Leistung ab. Zum vierten Mal in Folge (nach Final 2012, Viertelfinals 2013 und 2014) gingen die Zürcher als Sieger hervor, wenn es in einem siebten Spiel um alles oder nichts ging.

Es bewahrheitete sich abermals, dass in dieser Serie stets jenes Team gewann, dem das erste Tor gelang. Und wie im siebten Spiel gegen Lausanne war es auch gegen Servette Marc-André Bergeron, der in Überzahl das Skore eröffnete. Der kanadische Verteidiger erzielte mit einem Slapshot das 1:0 (6.), nachdem er einen Befreiungsschlag von Jonathan Mercier abgefangen hatte. Die Szene vor dem 2:0 durch Ryan Shannon zeigte die Verwundbarkeit der Servettiens dann auf. Weil die Zuordnung nach einem Fehlpass von Christian Marti hinter dem eigenen Tor nicht stimmte, konnte Shannon kurven und Sekunden später unbedrängt einschieben.

Nilsson per Penalty – Shannon in Unterzahl

Die Genfer Reaktion kam nie, zu ideenlos war die Mannschaft von Chris McSorley. Selbst während einer doppelten Unterzahl von 55 Sekunden um die 25. Minute beim Stand von 2:0 musste sich die Mehrheit der knapp 10'400 Zuschauer nie ernsthafte Sorgen um die Lions machen. Servette erspielte sich in dieser Phase keine einzige Abschluss-Möglichkeit. ZSC-Goalie Lukas Flüeler brauchte kaum einzugreifen, auf dem Weg zum dritten Shutout in diesen Playoffs musste er nicht einmal 20 Schüsse abzuwehren.

Robert Nilssons souverän verwerteter Penalty zum 3:0 war nach 30:17 Minuten der erste von total drei Torschüssen der Lions im mittleren Abschnitt, der nächste nach 38:20 führte zum vierten Treffer. Ryan Shannon war in Unterzahl der aufgerückten Genfer Abwehr entrückt. Mit Ausnahme eines Gerangels im Startdrittel verzichtet Servette erstaunlicherweise auch darauf, via Emotionen vielleicht doch noch einen Zugang in eine Partie zu finden. In eine Partie, die für die Westschweizer kurz nach Spielhälfte im Prinzip gelaufen war.

ZSC Lions - Genève-Servette 4:0 (2:0, 2:0, 0:0)

Hallenstadion. - 10'394 Zuschauer. - SR Eichmann/Kurmann, Arm/Küng.

Tore: 6. Bergeron (Ausschluss Mercier) 1:0. 12. Shannon (Keller, Wick) 2:0. 31. Nilsson 3:0 (Penalty) 3:0. 39. Shannon (Bergeron/Ausschluss Wick!) 4:0.

Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Wick) gegen die ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.

PostFinance-Topskorer: Wick; Lombardi.

ZSC Lions: Flüeler; Seger, McCarthy; Blindenbacher, Geering; Stoffel, Bergeron; Schnyder; Bärtschi, Cunti, Kenins; Nilsson, Fritsche, Bastl; Keller, Shannon, Wick; Baltisberger, Senteler, Schäppi; Künzle.

Genève-Servette: Stephan; Antonietti, Bezina; Vukovic, Marti; Mercier, Iglesias; Girardin; Gerber, Rivera, Petrell; Berthon, Romy, Hollenstein; Simek, Rod, Almond; Daugavins, Lombardi, Picard; Jacquemet.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Trachsler (gesperrt) und Tabacek (überzählig), Genève-Servette ohne Loeffel (verletzt), Stafford, Meunier und Krutow (alle überzählig).

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