Aktualisiert 04.02.2013 20:35

Gute News

Derdiyok ins Nati-Camp nachgereist

Drei Stunden nach der Landung in Athen trainierte die Schweizer Nati am Montagabend erstmals. Es war eine lockere Einheit im Trainingszentrum des griechischen Verbandes.

von
S. Compagno & E. Tedesco

Am Mittwoch spielt die Schweiz gegen Griechenland. Es ist der letzte Test vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Zypern am 23. März. «Zypern ist weit weg», sagt Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld. Trotzdem sei das Spiel gegen die Hellenen ein guter Test. «Die Griechen stellen eine technisch gute Mannschaft und die Atmosphäre wird ähnlich sein wie in Zypern.» Falls denn am Mittwochabend überhaupt Atmosphäre aufkommt in Piräus. Die Krise dürfte viele Fans vom Gang ins Karaiskakis-Stadion abhalten.

Auch das Zentrum «Agios Kosmas», wo die Nati am Montagabend trainierte, hat schon bessere Zeiten gesehen. Die kleine Tribüne rostet vor sich hin, verblassende Schilder erinnern an die Olympischen Spiele 2004, als Griechenland noch die Sportberichterstattung prägte und nicht die Wirtschaftsnachrichten.

Entwarnung bei Derdiyok

Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld bat seine Mannschaft zu einer lockeren Einheit, die mehr Bewegungstherapie als Training war. Nicht die ganze Mannschaft war am Montagmittag von Zürich aus nach Athen geflogen. Die Italien-Söldner Gökhan Inler, Valon Behrami, Stephan Lichtsteiner, Steve von Bergen und Michel Morganella reisten direkt an, ebenso Reto Ziegler aus Istanbul. Auch Granit Xhaka, der am Sonntag grippegeschwächt für die Partie von Borussia Mönchengladbach gegen Nürnberg passen musste, war dabei. Nur Eren Derdiyok fehlte. Der Hoffenheim-Stürmer hatte sich am Samstag leicht am Knöchel verletzt, unterzog sich am Montagmittag noch einer Kernspintomographie und reiste am Abend von Frankfurt nach Athen nach. Die Ärzte gaben Entwarnung. Das Sprunggelenk ist leicht überdehnt. Über einen Einsatz am Mittwoch wird in den nächsten Trainings entschieden.

Derdiyok ist einer von vielen Bankangestellten in Hitzfelds Nati, wie auch Ricardo Rodriguez, Tranquillo Barnetta, Granit Xhaka oder der einzige Neuling Haris Seferovic, der in der italienischen Serie B zu mehr Spielpraxis kommen soll. Für den Nationaltrainer ist das ein Grund zur Sorge: «Wir überprüfen die Situation laufend.» Aber er selbst, so Hitzfeld, könne nur hoffen, dass seine Spieler im Klub eingesetzt werden. Schon Teileinsätze seien willkommen. «Wenn ein Spieler gar nicht mehr spielt, dann wird es sehr schwierig.»

Auf die Klubtrainer könne er keinen Einfluss nehmen. «Wenn ich mit den Trainern spreche, erhalte ich immer die gleiche Antwort: ‚Er muss hart trainieren und auf seine Chance warten.'» Hitzfeld sagt es mit einem Lächeln. Er weiss wovon er spricht, er war selbst lange genug Klubtrainer.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.