Klage wegen Verleumdung: Derdiyok zerrt Zeugen vor Gericht
Aktualisiert

Klage wegen VerleumdungDerdiyok zerrt Zeugen vor Gericht

Die Flaschen-Attacke im Kaufleuten an Ostern 2009 hat ein Nachspiel: Nati-Spieler Eren Derdiyok hat einen Zeugen wegen Verleumdung verklagt. Dieser hatte behauptet, Derdiyok habe zugeschlagen.

von
ann
Wurde Eren Derdiyok zu Unrecht beschuldigt? Das Zürcher Obergericht entscheidet heute, ob der Fussballspieler von einem vermeintlichen Zeugen verleumdet wurde.

Wurde Eren Derdiyok zu Unrecht beschuldigt? Das Zürcher Obergericht entscheidet heute, ob der Fussballspieler von einem vermeintlichen Zeugen verleumdet wurde.

Es geschah in der Nacht zum Karsamstag im April 2009: Dem 21-jährigen Martin T. wurde eine Flasche über den Kopf geschlagen. Der Lageristen-Lehrling musste danach am Auge operiert werden und lag vier Tage lang im Unispital. Als Urheber der Attacke machte damals ein Zeuge den Nati-Spieler Eren Derdiyok aus. Dieser habe T. «wie im Western» die Flasche über den Kopf gehauen.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelte darauf gegen den Fussballer wegen Körperverletzung, stellte das Verfahren aber ein. Derdiyok hatte von Anfang an ausgesagt, im Kaufleuten von jemandem provoziert worden zu sein. Die Security sei aber sofort dazwischengegangen und habe ihn rausgezogen. «Ich habe weder geschlagen noch bin ich geschlagen worden», sagte er gegenüber dem Blick.

Nun sitzt der vermeintliche Zeuge auf der Anklagebank. Eren Derdiyok hat ihn wegen Verleumdung angeklagt. Heute muss sich der Mann deswegen vor dem Zürcher Obergericht verantworten.

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