Dermatologen warnen vor gefährlicher Körperkunst
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Dermatologen warnen vor gefährlicher Körperkunst

Juckende Haut und wüste Ekzeme statt gesunder Bräune: Viele Bernerinnen lassen sich in den Ferien ein Henna-Tattoo machen und kehren mit heftigen Allergien heim.

An arabischen Stränden werden sie fast überall angeboten: Henna-Tattoos. Immer mehr junge Bernerinnen lassen sich im Urlaub mit kunstvollen Motiven verzieren. Doch: «Der Farbstoff im Henna gehört zu den Top 24 der Kontaktallergene», warnt Michael Radenhausen vom Haut- und Laserzentrum in Gümligen. «Nach zehn Tagen schwillt bei vielen die Haut an, sie beginnt zu jucken und bildet nässende Bläschen.»

Manchmal kommt es noch schlimmer: «Die Ekzeme können sich auf den ganzen Körper ausbreiten und vor allem auch an den Auftragungsstellen Narben hinterlassen», so Michael Fricker vom Inselspital. Bereits erste Symptome müssen deshalb vom Arzt behandelt werden. Damit die Erinnerung an die Sommerferien keine schmerzhafte wird, sollten allergieanfällige Leute ganz auf die Hautmalerei verzichten.

Nina Jecker/Sabrina Müller

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