Simon Gamache: «Déruns ist nicht mein Zahnarzt»
Aktualisiert

Simon Gamache«Déruns ist nicht mein Zahnarzt»

Simon Gamache muss nach dem Biss gegen Servette-Stürmer Thomas Déruns keine Sanktionen der Liga befürchten – aber viel Spott ist ihm gewiss.

von
Peter Berger

Simon Gamache, wie ist es zu dieser Szene gekommen?

Simon Gamache: Wir kämpften an der Bande um die Scheibe, dann langte er mir zuerst in die Augen, danach steckte er mir den Finger in den Mund. Ich versuchte mich zu wehren, sagte ihm: Hör auf und lass uns weiterspielen. Aber er wollte nicht.

Dann bissen Sie zu.

Er versuchte, mir die Zähne zu ziehen. Aber Déruns ist nicht mein Zahnarzt. Meine nächste Kontrolle steht erst in einem Monat an.

Sie geben zu, dass die Bissat­tacke sehr ungewöhnlich ist?

(Lacht) Wir hatten Spass, es ist nichts wirklich Tragisches.

Déruns sagte, Sie hätten das nicht zum ersten Mal gemacht.

Was? Ich kann mich an kein zweites Mal erinnern, an dem ich einen Zahnarzttermin auf dem Eis gehabt hätte. Das ist ­lächerlich.

Sie sind also kein zweiter Mike Tyson?

Sicher nicht. Aber noch einmal: Es ist nicht Déruns Job, meine Zähne zu kontrollieren oder zu ziehen. Das soll mein Zahnarzt machen.

Zum Sportlichen ...

... gerne.

Der SCB muss nach der Niederlagen-Premiere erstmals reagieren.

Das wird auch passieren. Wir hatten am Dienstag einen sehr schlechten Start. Das und andere kleine Details werden wir wieder besser machen.

Ist der Druck nach der ersten Niederlage gestiegen?

Nein, niemand von uns Spielern hat erwartet, dass wir den Final in vier Spielen gewinnen würden. Wir wissen, dass Servette ein starkes Team ist. Wir wissen aber auch, dass wir vieles besser spielen können. Nun wollen wir einfach das nächste Spiel gewinnen, und dazu sind wir auch fähig.

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