Lenk im Simmental: Deshalb fliesst dieser Gletschersee jetzt giftgrün
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Lenk im SimmentalDeshalb fliesst dieser Gletschersee jetzt giftgrün

Beim Gletschersee oberhalb der Lenk wurde am Freitag ein Färbversuch durchgeführt. Er soll neue Erkenntnisse über den Lauf des Wassers aus dem Entlastungsstollen bringen.

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Der Pegel des Faverges-Sees auf der Plaine-Morte sank in letzter Zeit stetig und ist sich nach Angaben der Schwellenkorporation Lenk vom Donnerstag bereits um mehrere Meter zurückgegangen.

Der Pegel des Faverges-Sees auf der Plaine-Morte sank in letzter Zeit stetig und ist sich nach Angaben der Schwellenkorporation Lenk vom Donnerstag bereits um mehrere Meter zurückgegangen.

www.gletschersee-lenk.ch
Im Abflussverhalten des Trübbachs war dies aber nicht eindeutig erkennbar. Deshalb sollte der Färbversuch Klarheit schaffen.

Im Abflussverhalten des Trübbachs war dies aber nicht eindeutig erkennbar. Deshalb sollte der Färbversuch Klarheit schaffen.

www.gletschersee-lenk.ch
Eiskanal im Plaine-Morte-Gletscher, Herbst 2018

Eiskanal im Plaine-Morte-Gletscher, Herbst 2018

www.gletschersee-lenk.ch

«Färbversuch erfolgreich» konnten die Fachleute am Freitagvormittag auf der Website Gletschersee-lenk.ch vermelden. Rund eindreiviertel Stunden nachdem sie dem Gletscherseewasser grüne Farbe zugesetzt hatten, trat dieses am Gletschertor wieder aus. Die verwendete Farbe ist für Mensch und Umwelt völlig ungefährlich.

Der Pegel des Faverges-Sees auf der Plaine-Morte sank in letzter Zeit stetig und ist nach Angaben der Schwellenkorporation Lenk vom Donnerstag bereits um mehrere Meter zurückgegangen. Im Abflussverhalten des Trübbachs war dies aber nicht eindeutig erkennbar. Deshalb sollte der Färbversuch Klarheit schaffen.

Der Gletschersee oberhalb der Lenk hat sich seit 2011 fast jeden Sommer spontan entleert und im hinteren Talboden der Lenk zum Teil Überflutungen verursacht.

Evakuation von Restaurant und Campingplatz

Vor einigen Jahren hinterliess der schmelzende Plaine-Morte-Gletscher an seinem Südostrand eine Mulde zwischen Fels und Eis. Im Frühsommer sammelt sich darin jeweils Schmelzwasser. Wenn dieses einen kritischen Pegelstand erreicht hat, entleert sich der See spontan. Das Wasser bahnt sich seinen Weg durch den Gletscher und sorgt in Trübbach und Simme für Hochwasser.

2018 mussten ein Campingplatz und ein Restaurant evakuiert werden – rund hundert Personen mussten die Nacht in einer Notunterkunft verbringen.

Die Schwellenkorporation plante daraufhin Notmassnahmen in Form eines Entlastungs-Eiskanals. Die Arbeiten wurden Ende Juni abgeschlossen. Wegen der grossen Hitze füllte sich der See rasch. Bereits am 11. Juli vermeldete die Gemeinde, dass nun Wasser in den Entwässerungsgraben laufe.

(sda)

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