Eschlikon TG: Deshalb riecht das Leitungswasser derzeit nach Chlor
Publiziert

Eschlikon TGDeshalb riecht das Leitungswasser derzeit nach Chlor

An einer Wasserleitung gab es in Eschlikon TG einen Schaden. Dadurch ist die Zahl der gemessenen Keime im Trinkwasser so stark angestiegen, dass Massnahmen ergriffen werden mussten.

von
Tabea Waser
1 / 4
Nach dem Schaden an einer Wasserleitungen vom Pumpwerk Büfelden zum Reservoir Buchhalden vom 8. September 2020 ist die Zahl der gemessenen Keime im Trinkwasser von Eschlikon am 18. September 2020 stark angestiegen. 

Nach dem Schaden an einer Wasserleitungen vom Pumpwerk Büfelden zum Reservoir Buchhalden vom 8. September 2020 ist die Zahl der gemessenen Keime im Trinkwasser von Eschlikon am 18. September 2020 stark angestiegen.

Getty Images/iStockphoto
Die Technischen Werke mussten in Zusammenarbeit mit dem Brunnenmeister Massnahmen anordnen. 

Die Technischen Werke mussten in Zusammenarbeit mit dem Brunnenmeister Massnahmen anordnen.

Aufgrund der Behandlung mit Chlor, kann das Trinkwasser einen leichten Geruch oder Geschmack nach Chlor aufweisen. 

Aufgrund der Behandlung mit Chlor, kann das Trinkwasser einen leichten Geruch oder Geschmack nach Chlor aufweisen.

Getty Images/iStockphoto

Darum gehts

  • An einer Wasserleitung in Eschlikon TG gab es einen Schaden.
  • In der Folge wies das Trinkwasser eine bakteriologische Verunreinigung auf.
  • Es wurden Massnahmen angeordnet.
  • Nun kann das Wasser nach Chlor riechen.

Auf ihrer Website berichtet die Gemeinde Eschlikon am Dienstag über eine zu hohe Keimzahl im Leitungswasser. Ursache ist ein Schaden an einer Wasserleitungen vom Pumpwerk Büfelden zum Reservoir Buchhalden vom 8. September 2020. Danach sei die Zahl der gemessenen Keime im Trinkwasser von Eschlikon am 18. September derart stark angestiegen, dass die Technischen Werke in Zusammenarbeit mit dem Brunnenmeister Massnahmen anordnen mussten.

Zunächst wurden die Wasserkammern im Reservoir manuell gereinigt und das gesamte Leitungsnetz gespült. «Zusätzlich wird das Trinkwasser derzeit verstärkt mit Chlor behandelt, um die Keime abzutöten», heisst es weiter.

Wohl keine Gesundheitsgefährdung

Aufgrund der Behandlung mit Chlor könne das Trinkwasser einen leichten Geruch oder Geschmack nach Chlor aufweisen. Dies sei aber gesundheitlich unbedenklich.

Der vom Leitungsschaden betroffene Abschnitt wurde ausser Betrieb genommen. Nach Einschätzung der Behörden bestehe derzeit keine Gesundheitsgefährdung. Weitere Untersuchungen des Kantonalen Laboratoriums werden nun zeigen, ob die getroffenen Massnahmen wirksam sind, oder ob weitere Anordnungen notwendig sein werden.

Wichtige Punkte:

- Die Hausinstallation ist ebenfalls zu spülen (Wasser bei allen Hahnen während einigen Minuten laufen lassen).

- Nach Spülung der Hausinstallation kann das kalte Leitungswasser trotz Chlorgeruch ohne Einschränkung als Trinkwasser verwendet werden.

- Bei einer Boilertemperatur von 60 ° C sind beim Warmwasser keine Massnahmen erforderlich. Bei einer niedrigeren Boilertemperatur sollte der Boilerinhalt einmal auf mindestens 60 ° C erhitzt werden.

- Das gechlorte Trinkwasser eignet sich nicht für die Speisung von Aquarien oder Fischkästen.

Deine Meinung