Esoterischer Tennis-Star – Deshalb wehrt sich Novak Djokovic gegen die Corona-Impfung
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Esoterischer Tennis-StarDeshalb wehrt sich Novak Djokovic gegen die Corona-Impfung

Novak Djokovic droht die Abschiebung aus Australien, weil er nicht geimpft ist. Im Sport, etwa von Rafael Nadal, wird er dafür kritisiert. In seiner serbischen Heimat kommt seine Impfskepsis dagegen gut an.

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Novak Djokovic im Gespräch mit dem iranischen «Alchemisten» Chervin Jafarieh.

Novak Djokovic im Gespräch mit dem iranischen «Alchemisten» Chervin Jafarieh.

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Rafael Nadal bezieht im Einreise-Poker um Novak Djokovic klare Stellung.

Rafael Nadal bezieht im Einreise-Poker um Novak Djokovic klare Stellung.

AFP
Djokovic-Fans protestieren gegen die Ablehnung seines Visums. 

Djokovic-Fans protestieren gegen die Ablehnung seines Visums.

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Darum gehts

  • Novak Djokovic darf nicht nach Australien einreisen, weil er nicht geimpft ist.

  • Der Tennis-Superstar hatte sich vermehrt kritisch zur Impfthematik geäussert.

  • Mehrfach hat sich der Serbe bereits als Esoterik-Fan gezeigt.

  • Rafael Nadal fordert Djokovic nun aber zur Impfung auf.

Noch scheint sich die Einreise-Posse des Novak Djokovic nicht zu Ende zu neigen. Die Tennis-Weltnummer eins hat gegen ihr Einreise-Verbot Klage eingereicht, am Montag soll ein Gericht darüber entscheiden. So lange darf der Serbe vorerst in Australien bleiben. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen, dass der Fall Djokovic derart eskalierte? Und warum sträubt sich der Superstar derart gegen eine Corona-Impfung?

Im April 2020 äusserte sich der 34-Jährige erstmals öffentlich zur Impfthematik. In einem Livestream erklärte der Djoker: «Ich persönlich bin gegen Impfungen. Ich möchte nicht, dass mich jemand zwingt, einen Impfstoff einzunehmen, um reisen zu können.» Genaue Gründe für seinen Standpunkt nannte der Serbe nie. Es ist jedoch bekannt, dass der Djokovic als Esoterik-Fan gilt. Im Mai 2020, kurz nach seinen Impfaussagen, zeigte er sich in einem Instagram-Video mit Chervin Jafarieh, einem selbst ernannten Alchemisten. Darin erzählte der Iraner, dass man alleine durch Gedanken die molekulare Struktur von Wasser verändern könne.

Impfskepsis im Balkan

Im vergangenen Jahr machte Djokovic schliesslich lange Zeit ein Geheimnis um seinen Impfstatus. «Ich will nicht in dieses Spiel einsteigen, das die Medien dieser Tage kreieren, ob man für oder gegen die Impfung ist», erklärt der Serbe im April des letzten Jahres. Er wolle so verhindern, dass er einen Stempel aufgedrückt bekomme, teilte er mit.

Djokovic ist mit seiner Impfskepsis jedoch bei weitem nicht alleine, gerade in Serbien scheint die Motivation für die Impfung aktuell nicht besonders hoch. Gerade einmal 46,5 Prozent der serbischen Bevölkerung gelten als vollständig geimpft, damit liegt das Land sogar knapp unter dem weltweiten Durchschnitt. In anderen Balkanstaaten ist die Impfquote teilweise sogar noch tiefer. Mitunter verantwortlich dafür dürfte das vorherrschende Misstrauen in Regierung und Pharmaindustrie sein.

Nadal äussert sich zu Djokovic

In der Zwischenzeit hat sich mit Rafael Nadal ein erster Rivale zum Einreise-Poker um Djokovic geäussert. «Was passiert, ist meiner Meinung nach für niemanden gut», sagte der Spanier nach seinem Achtelfinalsieg beim ATP-250-Turnier in Melbourne. Es sei normal, dass die Leute in Australien nun frustriert seien. Diese hätten viele harte Ausgangssperren durchmachen müssen. «Ich glaube an das, was die Leute sagen, die sich mit Medizin auskennen, und wenn die Leute sagen, dass wir geimpft werden müssen, müssen wir uns impfen lassen», sagte Nadal.

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(law)

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