Aktualisiert 18.02.2019 07:44

Sursee LU

Designerpaar baut Luxus-Kratzbäume für Katzen

Weil es keinen Kratzbaum ab Stange für die neue Wohnung wollte, designte ein Surseer Paar selbst einen. Jetzt mischt es im Luxus-Katzenbaum-Markt mit.

von
gwa
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Die Büsi Mimi und Siva auf ihrem «Chateau8».

Die Büsi Mimi und Siva auf ihrem «Chateau8».

Konzept8
Entwickelt haben den Kratzbaum die Besitzer der beiden Büsi: Silvan Gut und Tanja Ivkovic aus Sursee.

Entwickelt haben den Kratzbaum die Besitzer der beiden Büsi: Silvan Gut und Tanja Ivkovic aus Sursee.

Konzept8
Weil die beiden nach dem Umzug keinen passenden Kratzbaum für ihre Wohnung gefunden hatten, entwickelten sie ein eigenes Modell.

Weil die beiden nach dem Umzug keinen passenden Kratzbaum für ihre Wohnung gefunden hatten, entwickelten sie ein eigenes Modell.

Konzept8

Für viele Büsi sind Kratzbäume der Place-to-be – sie können die Krallen wetzen, auf Flächen, Hängematten und in Höhlen chillen oder von ganz oben auf dem Kratzbaum den Raum überblicken – ein funktionales Möbelstück für die Katze also.

Auch Silvan Gut und Tanja Ivkovic aus Sursee wollten sich für ihre Katzen einen Kratzbaum anschaffen, hatten jedoch mit dem Design der handelsüblichen Kratzbäume in den Läden ihre Mühe: «Wir waren frisch umgezogen und auf der Suche nach einem Kratzbaum, der auch zur Einrichtung passte», sagt Gut. Ein passendes Modell hätten sie aber nirgends gefunden.

Gäste staunten über schönen Kratzbaum

«Wir haben beide unsere Freude an Handwerk und Gestaltung», erklärt Gut. Kurzerhand legten sie also selbst Hand an und zimmerten einen Kratzbaum für ihre Büsi Siva und Mimi. Als sie Gäste zu Besuch hatten, hätten sich diese erkundigt, woher das Designerstück denn stamme. «So ist die Idee von ‹Chateau8› entstanden.»

«Wir wollen Leute ansprechen, die viel Wert auf ihre Einrichtung legen», sagt Gut. Der Kratzbaum solle nicht nur für die Katzen einen Nutzen, sondern auch etwas für das menschliche Auge bieten.

Hochwertige Materialien fürs Büsi

Edel kommt das Katzenmöbel daher: «Dazu setzen wir kompromisslos auf hochwertigste Materialien. Die Holzboxen, die an edle Weinkisten erinnern, sind aus massiver Eiche gebaut. Die Bezüge der Liegeflächen bestehen aus strapazierfähigen Möbelstoffen und als Polsterung kommen formechte Schaumstoffe zum Einsatz, welche sonst zur Herstellung von Sitzmöbeln eingesetzt werden.»

Mit ihrem Startup Konzept8, in dem sie nebenberuflich tätig sind, arbeiten Ifkovic und Gut ausschliesslich mit Partnern aus der Schweiz zusammen: «Uns war wichtig, dass die eingesetzten Materialien hier verarbeitet werden.» Fabriziert werden die Modulbauteile grösstenteils von Hand.

Kein 08/15-Kratzbaum

Handarbeit, Design, Qualität und Verarbeitung in der Schweiz haben auch ihren Preis: 2200 Franken kostet das «Chateau Siva», für je 250 Franken gibts gepolsterte Holzkisten – das «Maison Felix» oder das «Maison Mimi».

Es seien Katzenmöbel der obersten Preisklasse: «Mit dem Preis von 08/15-Kratzbäumen können wir natürlich nicht mithalten. Wir wollen uns aber auch bewusst in Design und Qualität von den durchschnittlichen Kratzbäumen abheben.»

Bereits Interesse aus dem Ausland

Wenn sich die Stubentiger mal zu fest an den Polstern austoben oder die Besitzer einen Tapetenwechsel wünschen, können diese ersetzt werden. «Wenn etwas kaputt geht muss man die Einzelteile austauschen können – gerade in dieser Preisklasse.»

Ihr Designerstück wollen sie nun unter die Leute bringen. Erste Interessenten hätten die beiden bereits über Instagram und Facebook gefunden. Gut: «Wir haben schon Anfragen aus dem Ausland erhalten.»

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