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YB-SchicksalsspielDessert verdauen – Hauptgang anrichten

Das 0:3 in Neapel ist vorbei. Für YB zählt nur noch das Meisterschaftsspiel vom Sonntag gegen Sion. Es geht um den Job von Trainer Uli Forte.

von
Peter Berger
Neapel

Als Dessert war der Europa-League-Auftritt in Neapel von den Young Boys bezeichnet worden. Nun gilt es dieses sofort zu verdauen und sich auf den Hauptgang vorzubereiten.

«Man hat den Klassenunterschied gegen Napoli gesehen», sagte Florent Hadergjonai. Der Rechtsverteidiger analysierte den Auftritt im San Paolo schonungslos. «Wir begingen zu viele Eigenfehler. Als wir offensiver werden wollten, konterte uns Napoli aus.» Hadergjonai erwähnte auch den unglücklichen ersten Treffer durch Napolis Dreifachtorschütze Jonathan De Guzman unmittelbar vor der Pause. Goalie Yvon Mvogo sah dabei nicht gut aus. «Ich bin nicht hundert Prozent sicher, ob der Ball haltbar war», meinte der Torhüter und verwies auf den Einfluss des Windes.

«Ein Mensch-Spiel»

Wie auch immer. Letztlich sind sich alle Protagonisten einig, dass das wichtigste Spiel der Woche erst folgt. «Gegen Sion muss ein Sieg her», betont Renato Steffen. Raphael Nuzzolo bringt es schonungslos auf den Punkt: «Das ist ein Mensch-Spiel». Der Bieler meint damit, dass jeder Akteur Charakter beweisen müsse. Schliesslich weiss auch Nuzzolo, dass die Zukunft von Uli Forte auf dem Spiel steht.

Forte bleibt ruhig

Der Trainer selber gibt sich in der schwierigen Situation souverän. Er will nichts davon wissen, dass ihn die Gedanken um seine Zukunft beeinflussen. «Das darf mich nicht tangieren. Es ist normal, dass Diskussionen aufkommen, wenn ein Verein wie YB dreimal in Folge verliert.» Für Forte ist klar, wie das Team seinen Job retten kann: «Wir hatten zuletzt zuhause immer Chancen. Nun wird entscheidend sein, dass wir diese verwerten. Wir müssen vor dem Tor deshalb noch aggressiver und böser sein. Dann bin ich überzeugt, dass es gut kommt.»

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