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Kein Fleisch im JanuarDetailhändler wollen vom Vegan-Trend profitieren

Der Veganuary ist derzeit das Thema auf Social Media: Einen Monat lang wollen die Teilnehmer vegan leben. Davon wollen auch Schweizer Unternehmen profitieren.

von
bsc

Mike und Anais leben vegan – nicht nur im Januar. Sie haben mit 20 Minuten über ihren Lebensstil gesprochen. (Video: 20 Minuten)

Im Januar verzichten viele Menschen gern auf Alkohol. Doch dieses Jahr sollen sie alle tierischen Esswaren von ihrem Speiseplan streichen: Veganuary nennt sich die Initiative. Ziel ist es, dass sich die Teilnehmer einen Monat lang vegan ernähren.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt 2014 von der gleichnamigen Non-Profit-Organisation aus England. Jetzt kommt der Veganuary zum ersten Mal in die Schweiz. Unterstützt wird das Ganze von der Veganen Gesellschaft Schweiz. 4723 Schweizer haben sich bisher offiziell bereit erklärt, am Veganuary teilzunehmen, wie die Organisation in einer Medienmitteilung schreibt.

Coop lanciert extra neue Produkte

Auch in den sozialen Medien ist der Veganuary ein grosser Hype. Viele junge Schweizer schliessen sich der Initiative in diesem Monat an und wollen vegan leben.

Von diesem Trend wollen die hiesigen Unternehmen profitieren. So wird Coop jede Woche im Januar ein veganes Produkt in Aktion verkaufen, wie eine Mediensprecherin gegenüber 20 Minuten bestätigt. Auch wird Coop nächste Woche zwei neue vegane Produkte lancieren. Welche das sein werden, will die Detailhändlerin aber noch nicht verraten.

In den sozialen Medien wird Coop über den veganen Monat informieren und entsprechende Rezepte veröffentlichen. Bereits bietet die Detailhändlerin nach eigenen Angaben rund 600 vegane Artikel an.

Stickers und spezielle Kennzeichnungen

Auch die Avec-Filialen machen beim Veganuary mit. Sämtliche vegane Produkte werden mit Wobblern und Regalsteckern direkt am Regal gekennzeichnet, wie es auf der Website der Veganen Gesellschaft Schweiz heisst. Die Café-Kette Spettacolo macht auf den veganen Monat mit Stickern und Logos an den Türen aufmerksam.

Ebenfalls mit dabei ist die Gastronomiegruppe ZFV. Zu dieser gehören die Sorell-Hotels, diverse öffentliche Restaurants sowie Personalrestaurants, Mensen, Caterings und Bäckereien. Jeder Betrieb wird dort den Veganuary unterschiedlich bewerben und umsetzen.

Migros will Angebot erweitern

Zurückhaltend zeigt sich die Migros. Die Detailhändlerin habe bei der Aktion abgesagt, wie eine Mediensprecherin der Veganen Gesellschaft Schweiz zu 20 Minuten sagt. Auf Anfrage bestätigt Migros aber, dass dem Thema im kommenden Magazin ein Artikel gewidmet sei. Die Detailhändlerin sei aber bestrebt, dass Angebot an veganen Lebensmitteln zu erweitern. Bereits bietet die Migros laut ihrer Website 347 vegane Artikel an.

Auch in Deutschland schlägt der vegane Trend hohe Wellen. Diverse Unternehmen erhoffen sich auch dort vom Veganuary zu profitieren. So beteiligen sich Aldi Nord und Süd, Globus, Famila Nord-Ost, DM, Rossmann und Dr. Oetker an der Aktion, wie «Business Insider» schreibt.

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