Detaillisten sind gegen längere Öffnungszeiten
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Detaillisten sind gegen längere Öffnungszeiten

Die Lädelibetreiber wollen ihre Ruhe haben: Sie sind gegen längere Öffnungszeiten und Sonntagsverkäufe, weil ihnen sonst das Personal davonläuft.

«Die Kunden geben ihr Geld nicht zweimal aus», sagt Markus Minder vom Berner Detaillistenverband. Er befürchtet, dass eine Liberalisierung der Öffnungszeiten nicht zu Mehreinnahmen, sondern zu einem Lädelisterben führen könnte. Nach den Querelen um die Sonntagsverkäufe in der Adventszeit hat der Verband eine Umfrage unter seinen 600 Mitgliedern durchgeführt. Resultat: Gut 70 Prozent sind gegen erweiterte Öffnungszeiten. Die Detaillisten müssten zusätzliche Personalkosten tragen und hätten Mühe, genug Fachleute zu finden, die bereit sind, länger zu arbeiten. Deshalb würden nur die Grossverteiler profitieren.

Thomas Bornhauser von der Migros Aare sieht es anders: «Wenn wir Sonntagsverkäufe durchführen, hat es auch in den umliegenden Läden mehr Kunden.» Das Seco will bis Mitte Monat gesamtschweizerische Richtlinien für die Sonntagsverkäufe abgeben. Diese basieren auf der ursprünglich mit dem Kanton Bern erarbeiteten Lösung, die von den Gewerkschaften unterstützt wird.

Patrick Marbach

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