Cembra Money Bank: Deutlich höhere Gebühren für Cumulus-Kreditkarten
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Cembra Money BankDeutlich höhere Gebühren für Cumulus-Kreditkarten

Cumulus-Kreditkartenbesitzer müssen höhere Gebühren berappen. Dies, weil die Händler den Kartenbetreibern immer weniger Geld in die Kasse spülen.

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pam
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Ab 1. Juni bezahlen Besitzer von Cumulus-Kreditkarten mehr: So steigt etwa der Zinssatz für fällige Rechnungen von bisher 9,9 auf 11,95 Prozent. Herausgeber der Karte ist die Cembra Money Bank.

Ab 1. Juni bezahlen Besitzer von Cumulus-Kreditkarten mehr: So steigt etwa der Zinssatz für fällige Rechnungen von bisher 9,9 auf 11,95 Prozent. Herausgeber der Karte ist die Cembra Money Bank.

Migros
Auch gibt es weniger Cumuluspunkte: Während Cembra den Kunden bisher für Einkäufe ausserhalb der Migros einen Cumulus-Punkt pro zwei Franken Einkauf gutschrieb, gibt es künftig nur einen Punkt ab einem Einkauf von drei Franken.

Auch gibt es weniger Cumuluspunkte: Während Cembra den Kunden bisher für Einkäufe ausserhalb der Migros einen Cumulus-Punkt pro zwei Franken Einkauf gutschrieb, gibt es künftig nur einen Punkt ab einem Einkauf von drei Franken.

Migros
Andreas Werz von der Cembra Money Bank erklärt, dass der Betrieb von Kreditkarten bisher durch Abgaben finanziert wurde, die der Händler, bei dem der Kunde mit der Kreditkarte bezahlt, an Cembra überweist. Da diese Abgaben jedoch sinken, habe Cembra diese Anpassungen vorgenommen, «um die im Schweizer Markt sehr beliebte Cumulus-Mastercard weiterhin ohne Jahresgebühr anbieten zu können».

Andreas Werz von der Cembra Money Bank erklärt, dass der Betrieb von Kreditkarten bisher durch Abgaben finanziert wurde, die der Händler, bei dem der Kunde mit der Kreditkarte bezahlt, an Cembra überweist. Da diese Abgaben jedoch sinken, habe Cembra diese Anpassungen vorgenommen, «um die im Schweizer Markt sehr beliebte Cumulus-Mastercard weiterhin ohne Jahresgebühr anbieten zu können».

Keystone/Christian Beutler

Eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr, die auch noch Cumulus-Punkte sammelt: So preist Migros ihre Kreditkarte an, die von der Cembra Money Bank herausgegeben wird.

Die Cumulus-Kreditkarte bleibt zwar weiterhin kostenlos. Aber ab Juni müssen die Kartenbesitzer für verschiedene Dienstleistungen tiefer in die Tasche greifen, da Cembra die Gebühren erhöht. So steigt etwa der Zinssatz von bisher 9,9 auf 11,95 Prozent. Dieser wird fällig, wenn die Monatsrechnung verspätet oder nur teilweise bezahlt wird. Zudem kostet der Aufschlag für die Monatsrechnung in Papierform neu 1,95 Franken statt vorher 1,50 Franken pro Rechnung.

Höherer Zins, weniger Cumulus-Punkte

Auch gibt es für für die Kreditkartenbesitzer ab Juni weniger Cumuluspunkte: Während den Kunden bisher für Einkäufe ausserhalb der Migros ein Cumulus-Punkt pro zwei Franken Einkauf gutgeschrieben wurde, gibt es künftig nur einen Punkt ab einem Einkauf von drei Franken. In der Migros erhalten die Kunden weiterhin für jeden umgesetzten Franken einen Punkt.

Andreas Werz, Sprecher der Cembra Money Bank, begründet die Anpassungen damit, dass der Betrieb von Kreditkarten bisher wesentlich durch Abgaben finanziert worden sei, die der Händler, bei dem der Kunde mit der Kreditkarte bezahlt, an Cembra überweist.

Kreditkartenfirmen suchen neue Einnahmequellen

Da aber die Wettbewerbskommission beschlossen hat, dass diese Abgaben bis August 2017 nochmals sinken müssen, suchen die Kartenbetreiber nach neuen Einnahmequellen. Werz bestätigt: «Um die im Schweizer Markt sehr beliebte Cumulus-Mastercard weiterhin ohne Jahresgebühr anbieten zu können, hat Cembra Money Bank einige Änderungen an Gebühren und Leistungen vorgenommen.»

Die Anpassung des Jahreszinses für Teilzahlungen sei ein Teil der Produkteanpassung. «Damit verrechnen wir die Kosten nach dem Verursacherprinzip den Kunden weiter, welche die Leistung nutzen», sagt Werz. Die Anpassung des Zinssatzes sei also nur für jene Kunden von Bedeutung, die von der Teilzahlung Gebrauch machten oder die ihre Monatsrechnung verspätet beglichen.

«Für Kunden, die diese Leistung nicht in Anspruch nehmen, fallen diesbezüglich keine Kosten an», so Werz. Somit sei die Anpassung für die grosse Mehrheit der Cumulus-Mastercard-Inhaber gar nicht relevant.

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