Aktualisiert 26.10.2010 15:01

Industrie

Deutlich mehr Aufträge, weniger Umsatz

Die Frankenstärke setzt Bucher Industries zu. Der vor allem im Bereich Landwirtschaftsmaschinen tätige Konzern konnte im jahresverlauf weniger einnehmen. Die Aufträge stiegen aber markant.

Die grösste Division von Bucher Industries ist die Kuhn Group, die Landwirtschaftmaschinen herstellt. Im Bild: ein Traktor zieht einen Meerscharpflug der Kuhn Group.

Die grösste Division von Bucher Industries ist die Kuhn Group, die Landwirtschaftmaschinen herstellt. Im Bild: ein Traktor zieht einen Meerscharpflug der Kuhn Group.

Der Fahrzeug- und Maschinenhersteller Bucher hat dieses Jahr zwischen Januar und September mit 1,512 Mrd. Fr. 6,7 Prozent weniger Umsatz erwirtschaftet als in den ersten neun Monaten 2009. Die Aufträge steigen dafür um 19,0 Prozent auf 1,53 Mrd. Franken.

Die Dollar- und Euro-Schwäche lastet allerdings klar auf den Zahlen der Industriegruppe, die in Franken bilanziert. Währungsbereinigt sank der Umsatz nur um 2,8 Prozent, während die Aufträge um 24,2 Prozent anstiegen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Dank Wegfalls der Kurzarbeit und mit mehr Temporärkräften zählte die Gruppe Ende September wieder 7716 Vollzeitstellen. Das sind rund 500 mehr als ein Jahr davor.

In den USA habe sich die Nachfrage rasch und deutlich erholt, während sie sich in Westeuropa unterschiedlich entwickelt habe, teilte Bucher weiter mit. In Osteuropa gestalte sich die Erholung bisher jedoch nur zögerlich.

Von den einzelnen Unternehmensteilen wiesen die Landmaschinen- und Hydrauliksparte, das Geschäft mit Maschinen zur Herstellung von Glasbehältern sowie die Einzelgeschäfte einen teils höheren Auftragseingang aus als im Vorjahr. Das Geschäft mit Kommunalfahrzeugen hatte Ende September nur einen geringfügig höheren Auftragsbestand als 2009.

Bucher legte die Zahlen unerwartet während des Börsenhandels am Dienstagnachmittag vor. Die Aktie sank daraufhin deutlich und standen am späten Nachmittag in einem etwas schwächeren Gesamtmarkt um 6,4 Prozent auf 152,6 Franken. (sda)

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