Deutlich weniger Kunstfehler
Aktualisiert

Deutlich weniger Kunstfehler

Die Häufigkeit von Kunstfehlern mit Todesfolge hat in der Schweiz in den letzten Jahren deutlich abgenommen.

Es sind aber immer noch zwei Prozent, die bei richtiger Diagnose hätten gerettet werden können. Dies ist laut Franco Salomon, Studienautor und Leitender Arzt des Universitätsspitals Zürich, im Vergleich zu 1992 eine eindrückliche Verbesserung, als die Zahl noch sieben Prozent betrug. Damit sei die Schweiz international gesehen absolut Spitze, so Salomon. Zurückzuführen sei die Verbesserung auf die Einführung eines leistungsfähigen Klinik-Informationssystems und neuere medizinisch-technische Entwicklungen in der Diagnostik. Erika Ziltener, Präsidentin Dachverband Patientenstelle, bezeichnete es in der Mittagstagesschau von Fernsehen DRS als erfreulich, dass die Fehlerrate deutlich gesenkt werden konnte. Es sei aber erschreckend, dass immer noch so viele Fehler mit Todesfolge passierten. An einem Kongress in Basel diskutierte die Gesellschaft für Innere Medizin, der mit 2.500 Teilnehmern grösste nationale Ärztekongress, wie die Zahl der Diagnosefehler weiter gesenkt werden kann. Der Verbesserungsprozess werde und müsse weitergehen, betonte Salomon. (dapd)

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