Abstimmung: Deutliches Nein zu BVG-Vorlage und Tieranwalt

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AbstimmungDeutliches Nein zu BVG-Vorlage und Tieranwalt

Die Tierschutzanwalt-Initiative ist am Ständemehr gescheitert. Auch die Senkung des Umwandlungssatz der beruflichen Vorsorge wird gemäss Trendrechnungen an der Urne deutlich abgelehnt. 20 Minuten Online hält Sie mit den aktuellsten Resultaten und Reaktionen auf dem Laufenden.

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meg/mdr

Die Hochrechnung ist klar: Die Vorlage über den Umwandlungssatz bei der beruflichen Vorsorge wird mit 74% Nein klar abgelehnt. Obwohl sowohl Bundesrat als auch Parlament der Bevölkerung ein Ja empfohlen haben, wird die Vorlage also wuchtig verworfen. Deutlich abgelehnt haben die Stimmbürger auch die Tierschutzanwälte. Die Initiative ist am Ständemehr gescheitert. Laut Hochrechnung sagten 71 Prozent der Stimmenden Nein zur Initiative. Damit bleibt Zürich der einzige Kanton, der einen Tierschutzanwalt hat. Dieser geriet vor der Abstimmung mit dem Fall über einen Hecht aus dem Zürichsee in die Schlagzeilen. Die beiden Resultate gehen auf die SRG-Hochrechungen von 14 Uhr zurück. Bei der Forschung am Menschen sagt die Hochrechnung mit 77% hingegen ein klares Ja voraus.

Die ersten Teilresultate aus den Kantonen weisen ebenfalls auf ein deutliches Nein zur Senkung des Umwandlungssatzes hin. Nach Auszählung von 90 Prozent der Stimmzettel liegt die Ablehnung in Genf bei 79 Prozent, wie der kantonalen Website zu entnehmen ist. Im Kanton Zürich zeichnet sich beim Umwandlungssatz ein deutliches Nein von rund 68 Prozent ab, wie erste Hochrechnungen zeigen. Nur gerade drei Gemeinden sagten im Kanton Zürich Ja zur Änderung des BVG-Mindestumwandlungssatzes.

In Basel-Stadt zeigt sich eine ähnliche Tendenz. Ausgezählt ist bereits der Kanton Aargau. Dort bestätigt sich dieser Trend mit über 73 Prozent Nein-Stimmen. Auch erste Trendrechnungen der SRG deuten auf ein klares Nein insbesondere bei der umstrittenen Abstimmung über den Umwandlungssatz.

Kein Tierschutz-Anwalt

Die Tierschutzanwalt-Initiative wird gemäss Hochrechnung von 13.30 Uhr mit 71% abgelehnt. Im Kanton Aargau stimmten über 68% der Stimmenden gegen einen Tierschutzanwalt. Auch die Kantone Appenzell Ausserrhoden und Glarus stimmten mit einem deutlichen Nein. Im Kanton Zürich haben alle bisher ausgezählten 142 Gemeinden die Tierschutzanwalt-Initiative abgelehnt. Ein Ja hätte die Kantone verpflichtet, einen Tierschutzanwalt einzusetzen.

Ja für Forschung am Menschen

Anders sieht es beim Verfassungsartikel zur Forschung am Menschen aus. Sowohl in Genf wie auch in Basel-Stadt hat die Vorlage eine breite Zustimmung. Auch die ausgezählten Kantone (AG, GL und AR) legten ein Ja in die Urne. (meg/mdr/sda)

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