Aktualisiert 21.03.2006 20:43

Deutsch auf dem Pausenplatz kommt bei Schülern gut an

Auf dem Pausenplatz des Schulhauses Säli in Luzern wird seit letztem Sommer nur noch Deutsch gesprochen. Die Schüler wollen das so.

«Wir haben die Hausordnung zusammen mit unseren Schülern erarbeitet», sagt Schulleiterin Hildegard Refardt. Die Hausordnung hält die Schüler seit letztem Sommer dazu an, im und ums Schulhaus herum Deutsch miteinander zu reden.

«Dies war der Wunsch der Schüler», hält Refardt fest. Sie betont aber, dass die Sprachempfehlung nicht mit Sanktionen durchgesetzt werden kann. «Das wäre illusorisch», so Refardt, «wir können die Schüler einfach daran erinnern.»

Bei diesen kommt das Experiment gut an: «Ich spreche meistens Deutsch, ausser wenn mir Wörter nicht in den Sinn kommen», bestätigt der 12-jährige Vinko. Und sein Kollege Salih (13) ergänzt: «Ich finde diese Regelung gut, schliesslich leben wir hier in der Schweiz.»

Auch bei der Bildungsdirektion stösst das Projekt auf Interesse. «Wir warten aber erst einmal ab, welche Erfahrungen damit gemacht werden», sagt Ernst Portmann, Rektor der Volksschulen Stadt Luzern. «Je nachdem ist dann eine stadtweite Umsetzung durchaus denkbar.»

Markus Fehlmann

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