Deutsche Börse kämpft um Euronext
Aktualisiert

Deutsche Börse kämpft um Euronext

Im Fusionspoker um Euronext geht die Deutsche Börse in die Offensive: Sie brachte heute einen neuen Vorschlag, in welchem nicht mehr allein Frankfurt Hauptsitz der fusionierten Mega-Börse sein soll.

Nach einer Aufsichtsratssitzung am Montag in Frankfurt am Main veröffentlichte die Deutsche Börse einen veränderten Vorschlag, der unter anderem vorsieht, dass die Zentralfunktionen eines gemeinsamen Unternehmens auf Amsterdam, Frankfurt und Paris verteilt werden. In der Vergangenheit hatte die Deutsche Börse vorgeschlagen, den Sitz der Hauptverwaltung in Frankfurt am Main anzusiedeln. Für den Aktienhandel soll zudem die Handelsplattform von Euronext verwendet werden.

In der Vergangenheit hatten Spekulationen die Runde gemacht, die Barkomponente des Gesamtbetrages von 8,6 Milliarden Euro könnte ausgeweitet werden. Aufsichtsrat und Vorstand sollen sich nach dem Vorschlag der Deutschen Börse aus einer gleichen Anzahl von Vertretern von Euronext und Deutscher Börse zusammensetzen. Die Deutsche Börse würde im Falle eines Zusammenschlusses den Vorstandschef stellen, Euronext den Aufsichtsratsvorsitzenden. (dapd)

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