Deutsche Bundeswehr geht in den Kongo
Aktualisiert

Deutsche Bundeswehr geht in den Kongo

Der Bundestag hat am Donnerstag dem Einsatz deutscher Soldaten zur Absicherung der ersten demokratischen Wahlen im Kongo zugestimmt. 780 deutsche Soldaten sollen im Kongo stationiert werden.

In namentlicher Abstimmung votierten 440 von 581 Abgeordneten für den Einsatz, 135 waren dagegen, sechs enthielten sich. Die Fraktionen von FDP und Linkspartei hatten ein Nein zu der auf vier Jahre angelegten Mission angekündigt.

780 deutsche Soldaten sollen im Rahmen der 1.700 Mann starken EU-Truppe «EUFOR RD Congo» vor alledm für eventuell notwendig werdende Evakuierungen aus der Hauptstadt Kinshasa zuständig sein. Die Mehrzahl des deutschen Kontingents wird dafür im benachbarten Gabun in Bereitschaft stehen. Die Kosten werden mit 56 Millionen Euro angegeben.

Die EU-Truppe soll die mehrheitlich im Osten des Kongos stationierten 17.000 UN-Soldaten unterstützen. Ihr Einsatz soll von der EU-Operationszentrale in Potsdam aus geführt werden und unter dem Kommando des deutschen Generalleutnants Karlheinz Viereck stehen. (dapd)

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