Aktualisiert 01.04.2010 11:32

UBS-AffäreDeutsche Finanzaufsicht ermittelt gegen UBS

Und wieder droht der UBS Ungemach. Die deutsche Finanzaufsicht ermittelt wegen systematischer Steuerhinterziehung gegen die Grossbank.

Die UBS gerät wegen eines ehemaligen Kunden in Deutschland unter Druck. (Bild: colourbox.com)

Die UBS gerät wegen eines ehemaligen Kunden in Deutschland unter Druck. (Bild: colourbox.com)

Ein UBS-Kunde hat Anfang Februar mit einer Klage gedroht, weil die Grossbank ihm angeblich bei der Steuerhinterziehung geholfen habe.

Mit seiner Klage will der Kunde die UBS für seine Anlageverluste haftbar machen. Er bezichtigte die Bank unter anderem, ihm zur Steuerhinterziehung einen Scheinwohnsitz in Zürich verschafft und ein Tarnkonstrukt mit Stiftungen in Singapur und Panama aufgebaut zu haben.

Der BaFin-Sprecher betonte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur DAPD, die Ermittlungen der Aufsichtbehörde liefen parallel zu den strafrechtlichen Untersuchungen. Das Hauptaugenmerk der Aufsichtsbehörde sei es dabei, möglicherweise vorhandene Verfahrensmängel bei der Bank abzustellen.

Eine UBS-Sprecherin bestätigte am Donnerstag auf Anfrage die Sonderprüfung durch die deutsche Finanzaufsicht (BaFin), welche das Wochenmagazin «Der Spiegel» publik gemacht hat. Die UBS kooperiere selbstverständlich mit der BaFin, hiess es bei der UBS weiter. Wie bereits früher kommuniziert, sei zudem auch eine interne Untersuchung zu den damaligen Geschehnissen eingeleitet worden. (sda/dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.