SBB: Deutsche Firma stellt Swisspass her
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SBBDeutsche Firma stellt Swisspass her

Eine Firma aus Bayern hat den Auftrag für die Produktion der neuen Kundenkarte erhalten.

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roy/leg
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Eine Firma aus Bayern hat den Auftrag für die Produktion der neuen Kundenkarte erhalten.

Eine Firma aus Bayern hat den Auftrag für die Produktion der neuen Kundenkarte erhalten.

Keystone/Gaetan Bally
Zur Begründung des Zuschlags, der auf der Ausschreibungsplattform veröffentlicht wurde, heisst es, dass das Unternehmen aus dem deutschen Bamberg das «insgesamt wirtschaftlichste Angebot» dargestellt und «die beste Bewertung bei den Zuschlagskriterien» erzielt habe.

Zur Begründung des Zuschlags, der auf der Ausschreibungsplattform veröffentlicht wurde, heisst es, dass das Unternehmen aus dem deutschen Bamberg das «insgesamt wirtschaftlichste Angebot» dargestellt und «die beste Bewertung bei den Zuschlagskriterien» erzielt habe.

Keystone/Thomas Hodel
Der Swisspass wurde bisher im Aargau hergestellt.

Der Swisspass wurde bisher im Aargau hergestellt.

Keystone/Thomas Hodel

Jeder, der ein Halbtax- oder Generalabonnement besitzt, benötigt einen Swisspass. Dieser wird künftig nun von einer deutschen Firma produziert, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Für knapp sieben Millionen Franken wird die TCS Cards & Services GmbH die rote Plastikkarte herstellen.

Zur Begründung des Zuschlags, der auf der Ausschreibungsplattform veröffentlicht wurde, heisst es, dass das Unternehmen aus dem deutschen Bamberg das «insgesamt wirtschaftlichste Angebot» dargestellt und «die beste Bewertung bei den Zuschlagskriterien» erzielt habe.

Schweizer Firma ausgestochen

Der Swisspass wurde bisher im Aargau hergestellt von der Firma Gemalto, einem Unternehmen in niederländischem Besitz. Da der Vertrag auslief, wurde der Auftrag neu ausgeschrieben. Das Gesetz schreibe dies vor, es gebe keinen Standortvorteil für Schweizer Firmen, sagt Thomas Ammann von der Branchenorganisation Alliance Swisspass in der «NZZ am Sonntag». Neben Gemalto hat die deutsche Firma auch noch ein weiteres Schweizer Unternehmen bei der Ausschreibung ausgestochen.

Der Swisspass kann auch als Skibillett genutzt werden. Künftig kommen weitere Funktionen hinzu: An Bahnhöfen soll der Pass als Zahlungsmittel für Tickets oder als Schlüssel für Mietvelos dienen.

Preisüberwacher fordert Tarifabschlag

Das Ringen um die Bahntarife geht derweil in eine neue Runde. Preisüberwacher Stefan Meierhans sagt in der «NZZ am Sonntag», dass die Kunden einen Tarifabschlag von zwei Prozent verdient hätten. Dies weil der Bundesrat die Trassetpreise um 90 Millionen Franken senkt.

Diese Woche wurde zudem bekannt, dass BLS und SBB Einnahmen falsch verbucht hatten und deshalb zu viele Subventionen bezogen, die sie nun zurückzahlen müssen. Für Meierhans stellt sich deshalb die Frage, ob die im Jahr 2014 getätigten Tariferhöhungen, gerechtfertigt waren.

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