Global Drug Survey: Deutsche Frauen vertragen keinen Alkohol
Aktualisiert

Global Drug SurveyDeutsche Frauen vertragen keinen Alkohol

Die Deutschen sind schnell betrunken – aber auch mit wenig Alkohol glücklich. Der Global Drug Survey im Überblick.

von
Isabell Prophet
Ob teurer Champagner oder billiges Dosenbier  Alkohol entfaltet bei Deutschen schnell seine Wirkung.

Ob teurer Champagner oder billiges Dosenbier Alkohol entfaltet bei Deutschen schnell seine Wirkung.

Deutsche Männer halten nicht viel Alkohol aus – deutsche Frauen aber am allerwenigsten. Das belegen Zahlen des Global Drug Survey. Darin belegen Frauen bei der Trinkfestigkeit den letzten Platz unter ausgewählten Staaten. Die Niederländerinnen belegen Rang eins – dicht gefolgt von den Brasilianerinnen.

Für den Global Drug Survey wurden in diesem Jahr weltweit mehr als 100.000 Menschen zu ihrem Rauschmittel-Konsum befragt. Dahinter steht eine unabhängige Forschungsorganisation.

Spanier, Italiener und Österreicher halten weniger aus

Unter den männlichen Teilnehmern der Studie liegen die Deutschen nicht ganz hinten. Spanier, Italiener und Österreicher vertragen noch weniger. In Gläsern gerechnet, und das gilt für alle: Nach zwei bis drei Bier merken die meisten, dass sie etwas getrunken haben. Sechs bis acht Bier sind dann irgendwann zu viel.

Auf der anderen Seite: Deutsche, Männer wie Frauen, fühlen sich bereits nach weniger Alkohol glücklich, als Menschen anderer Nationalität. Niederländische Frauen und Neuseeländische Männer brauchen fast doppelt so viel wie ihre deutschen Mittrinker.

Amerikaner rauchen, Australier nehmen Ecstasy

Nur wenige rauchen täglich E-Zigaretten, schreiben die Autoren der Studie. Die meisten Tabak-Konsumenten haben sie in den USA gefunden, vor allem die Männer rauchen dort. In Brasilien hingegen wird kaum noch geraucht.

Vergleichsweise große Mengen Ecstasy nehmen die Australier und die Iren. Im Schnitt rund zwei Tabletten brauchen sie, um high zu werden. Anderthalb sind es in Deutschland.

Das Darknet wird zum Handelsplatz

Im Internet hat sich ein halb-privates Sub-Internet gebildet, das so genannte Darknet. Hier verbinden Nutzer ihre Rechner direkt, um so sicherer miteinander kommunizieren zu können. Der Drogenhandel floriert hier allerdings auch.

30 Prozent der Befragten gaben an, durch das Darknet mehr Drogen zu konsumieren als zuvor, 15 sagten, sie hätten auch neue Arten von Drogen probiert. Im Darknet werden vor allem MDMA, LSD und Cannabis gehandelt.

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