Aktualisiert 24.01.2019 10:59

AntennenfernsehenDeutsche kämpfen um SRF-Empfang

Die SRG streicht per 3. Juni das Angebot für Antennenfernsehen. In Grenznähe sorgen sich Deutsche um das beliebte Schweizer Fernsehen.

von
sav
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Für viele Deutsche in Grenznähe gehört das Schweizer Fernsehen zum Alltag.

Für viele Deutsche in Grenznähe gehört das Schweizer Fernsehen zum Alltag.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Die SRG stellt per 3. Juni die Sendung über Antennen ein. Wer bisher auf den DVB-T Dienst angewiesen war, muss sich nach Alternativen umsehen.

Die SRG stellt per 3. Juni die Sendung über Antennen ein. Wer bisher auf den DVB-T Dienst angewiesen war, muss sich nach Alternativen umsehen.

Keystone/Gaetan Bally
Während in der Schweiz lediglich unter zwei Prozent aller Zuschauer betroffen sind, könnte sich diese Änderung auch auf das Kabelfernsehen in Deutschland auswirken.

Während in der Schweiz lediglich unter zwei Prozent aller Zuschauer betroffen sind, könnte sich diese Änderung auch auf das Kabelfernsehen in Deutschland auswirken.

Keystone/Christian Beutler

Für viele Deutsche in Grenznähe gehört das Schweizer Fernsehen zum Alltag. Das SRF mit seinem «reichhaltigen Angebot an Kultur, Sport und internationalen Produktionen» sei ebenso ein Teil des Lebens in der Grenzregion «wie die berühmte Schweizer Schoki und natürlich der Käse», schreibt etwa der «Südkurier». Ist jetzt Schluss damit?

Die SRG stellt per 3. Juni die Verbreitung ihrer Angebote über Antennen ein. Wer bisher auf den DVB-T Dienst (kurz für Digital Video Broadcasting – Terrestrial, also Antennenfernsehen) angewiesen war, muss sich nach Alternativen umsehen.

«Abschaltung führte zu Reklamationen»

In der Schweiz sind zwei Prozent der Zuschauer von der Abschaltung betroffen. Nun dürfte sich diese Änderung auch auf das Kabelfernsehen in Deutschland auswirken, wie deutsche Medien berichten. Das stösst manchen offenbar sauer auf. Auch die Medienstelle der SRG bestätigt: «Die geplante Abschaltung von DVB-T per Juni 2019 hat vereinzelt zu Reklamationen aus dem grenznahen Ausland geführt.»

Denn auch Unitymedia (UPC/ Liberty Global) benutzt die Antennenübertragung, um das Signal ins deutsche Kabelfernseh-Netz einzuspeisen. Dies ist laut SRG rechtlich zulässig: «Gegen die bisherige Praxis gibt es keine Einwände», lässt die Medienstelle verlauten.

Vorteile der Abschaffung und Alternativen zur Antenne

Laut der Medienstelle des SRG kann sie mit der Abschaffung von DVB-T ab 2020 jährlich rund zehn Millionen Franken einsparen. Das ist angesichts des Bundesratsbeschlusses vom Herbst 2017 zur Gebührensenkung und Plafonierung der Einnahmen für die SRG ab 2019 auch nötig.

Ein Trost bleibt aber grenznahen SRF-Fans trotzdem: Im Ausland können viele von der SRG produzierte TV-Sendungen auf den Webseiten oder auf den Apps abgerufen werden – sofern die Rechte dafür im Ausland vorhanden sind.

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