Aktualisiert 24.06.2004 11:06

Deutsche Klinik zum muslimischen Pilgerort erklärt

Weil ein Scherzkeks im Internet die Nachricht verbreitete, in einem deutschen Krankenhaus sei ein muslimischer Messias geboren, pilgerten Hunderte von Muslimen zur besagten Klinik.

Die Krankenhausleitung musste sogar die Polizei rufen, weil sie mit den Pilgermassen nicht mehr fertig wurde.

Wie die "Neue Ruhr Zeitung" meldete, begehrten allein am Wochenende 140 Pilger Einlass, um die Mutter und ihr angeblich heiliges Kind zu sehen.

Ein Unbekannter hatte vor etwa drei Wochen in einem Chatroom folgende Geschichte verbreitet: Eine türkische Frau sei bei der Geburt ihres Kindes gestorben und beigesetzt worden.

41 Tage später aber sei die Frau von den Toten wiederauferstanden, um ihren von Allah auserwählten Sohn zu stillen und die Menschen zu mahnen, nicht mehr zu sündigen, wie es heisst.

In der Geschichte schreibe der Autor: "Unmengen von Muslimen, die dies hörten, haben die Frau in der Uniklinik Essen besucht, um diese Geschichte aus ihrem eigenen Mund zu hören."

Resultat der Legende: Vor dem Krankenhaus fanden sich bald zahlreiche Wallfahrer ein, obwohl die Klinikleitung versicherte, dass es eine solche Frau nicht gebe. Einige Muslime waren sogar aus Holland angereist.

Das Klinikum musste einen Wachmann einstellen, um die Besucher vom Betreten der Gebäude abzuhalten. Viele der Pilger hätten den eingesetzten Polizisten nicht geglaubt, dass es eine solche türkische Frau nicht gebe, wie es weiter heisst.

Erst nachdem verschiedene lokale Behörden die Geschichte dementierten, nahm der Pilgerandrang wieder ab.

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