Aktualisiert 30.05.2006 14:06

Deutsche Mütter planten Selbstmordattentat

Drei deutsche Frauen, die zum Islam konvertiert sind, wollten sich im Irak in die Luft sprengen. Die drei wurden aufgespürt, nachdem sie im Internet ihre Tat angekündigt hatten. Ihre Kinder wollten sie mitnehmen.

Zwei Frauen hätten vorgehabt, in den Irak zu reisen, die dritte wollte sich nach Pakistan begeben, wie ein Sicherheitsexperte in der deutschen Zeitung «Tagesspiegel» vom Dienstag erklärte.

Es sei den Sicherheitsbehörden aber in den vergangenen Wochen gelungen, die Frauen im Alter zwischen Ende 20 und Mitte 30 an der Ausreise zu hindern. Zwei Frauen hätten ihre ein und zwei Jahre alten Kinder mitnehmen wollen.

In Chatrooms aufgespürt

Eine der Frauen kommt den Angaben zufolge aus Berlin, die beiden anderen aus Süddeutschland. Die drei hätten sich über Kontakte in islamistischen Chatrooms im Internet und durch den Einfluss islamistischer Lebensgefährten radikalisiert, sagte der Sicherheitsexperte. Es sei den Behörden durch eine intensive Beobachtung der Chatrooms gelungen, die Frauen aufzuspüren. Sie würden weiter intensiv überwacht.

Bei einer der drei Frauen seien ausserdem Kontakte zur irakischen Terrorgruppe Ansar al Sunna festgestellt worden. Der Fall der drei deutschen Frauen ist nicht der erste in Westeuropa. Im November hatte sich im Irak die zum Islam konvertierte 38-jährige Belgierin Muriel Degauque in die Luft gesprengt.

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