Aktualisiert 20.10.2006 09:23

Deutsche Roma und Sinti wollen Borat-Film verbieten

Gegen den Satiriker Sacha Baron Cohen ist Strafanzeige von einer Vertretung deutscher Sinti und Roma eingereicht worden: Sie fordert, dass sein neuer Film nicht in die Kinos kommt.

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Das Europäische Zentrum für Antiziganismusforschung, das feindselige Einstellungen und Handlungen gegen Roma und Sinti untersucht, behauptet, dass der Film «Borat», der am 2. November 2006 in Deutschland starten soll, zu gewalttätigen Handlungen gegen Roma und Sinti aufrufe.

Marko Knudsen, Vorsitzender der Organisation: «Wir werfen ihm Beleidigung und Aufruf zur Gewalt gegen Roma und Sinti vor.» Die Staatsanwaltschaft in Hamburg untersucht die Anschuldigungen und wird entscheiden, ob der Fall vor Gericht geht.

Cohen spielt in dem Film den kasachischen Reporter «Borat Sagdiyev», der seine Heimat als ein Land voller Aberglauben, Inzest, politischer Unterdrückung und religiöser Intoleranz darstellt. Sprüche gegen Roma und Sinti kommen bei ihm sehr wohl vor, gehören sie doch zu seiner satirischen Figur «Borat». Auch judenfeindliche Aussagen macht Borat regelmässig - nur richtet sich seine komplexe Satire oft auch gegen seine eigene Reporter-Figur: Sacha Baron Cohen ist selbst Jude.

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