Aktualisiert 13.08.2009 09:16

Good NewsDeutsche Wirtschaft wächst wieder

Die schwerste Rezession in der Geschichte Deutschlands ist zu Ende. Die Wirtschaft von unserem wichtigsten Handelspartner wuchs im zweiten Quartal überraschend um 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr.

Das teilte das deutsche Statistische Bundesamt am Donnerstag in einer ersten Schätzung mit. Zu Jahresbeginn war das deutsche Bruttoinlandprodukt mit revidiert 3,5 (bisher: 3,8) Prozent so stark eingebrochen wie noch nie. Ein Wachstum hatte es zuletzt im ersten Quartal 2008 gegeben.

Angekurbelt wurde die deutsche Konjunktur von den privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie den Bauinvestitionen. Da die Importe stärker sanken als die Exporte, trug auch der Aussenhandel zum Wachstum bei.

Wie stark die deutsche Wirtschaft aber immer noch unter den Folgen der weltweiten Finanzkrise leidet, zeigt der Vergleich mit dem zweiten Quartal 2008: Hier brach das Bruttoinlandprodukt um 7,1 Prozent ein.

Die deutsche Regierung und führende Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen bislang für 2009 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 6 Prozent. Das wäre der stärkste Einbruch seit Gründung der Bundesrepublik. Ursache ist die globale Wirtschaftskrise, unter der das Export-Land Deutschland besonders leidet.

(sda)

Auch Frankreichs Wirtschaft wächst

Frankreichs Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal aus der Rezession befreit. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) der zweitgrössten Volkswirtschaft der Euro-Zone wuchs im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent, sagte Wirtschaftsministerin Christine Lagarde am Donnerstag am Radio.

Analysten hatten mit einem Minus von 0,3 Prozent gerechnet. Das Nationale Statistikamt (INSEE) wollte noch am Morgen die detaililerten Daten vorlegen. Ebenso sollten die BIP-Zahlen für die gesamte Euro-Zone am Vormittag veröffentlicht werden. (sda)

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