Transfermarkt: Deutsche WM-Helden auf dem Absprung
Aktualisiert

TransfermarktDeutsche WM-Helden auf dem Absprung

Nach der Rückkehr aus Brasilien haben die deutschen Goldjungs Zeit, sich um ihre Zukunft zu kümmern. Zuvorderst bei Toni Kroos und Sami Khedira zeichnen sich Veränderungen ab.

von
als

Der in den vergangenen Wochen am meisten diskutierte Transfer eines deutschen WM-Helden könnte noch diese Woche über die Bühne gehen: Toni Kroos soll ein Königlicher werden. Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenige gab bekannt, dass er den 24-jährigen Mittelfeldspieler zu Real Madrid ziehen lassen will - aus finanziellen Gründen.

Eine Vertragsverlängerung zwischen Kroos und Bayern München hängt seit Monaten in der Luft. Erst im Frühling hatte Kroos ein Angebot ausgeschlagen. Aber statt den Nationalspieler im kommenden Sommer ablösefrei ziehen zu lassen, will Rummenigge jetzt Kasse machen. «Diese finanzielle Sorgfaltspflicht haben wir auch für den Klub und diesen Luxus wollen wir uns auch nicht erlauben», sagte der 58-Jährige. Der Deal soll fix sein. Bayern und Real müssen sich nur noch über die Ablösesumme einigen. Im Raum stehen 25 Millionen Euro.

Podolski machte es offiziell

Während Kroos' Weg nach Madrid führen wird, steht sein Nationalmannschaftskollege Sami Khedira beim Champions-League-Sieger vor dem Absprung. Und zwar nach London. Spassvogel Lukas Podolski machte beim Weltmeister-Empfang in Berlin öffentlich, was seit Wochen heiss diskutiert wird: Der defensive Mittelfeldspieler könnte ein Jahr nach Mesut Özil den gleichen Weg gehen und sich ebenfalls Arsenal anschliessen, wo mit Podolski und Per Mertesacker zwei weitere deutsche WM-Fahrer unter Vertrag stehen.

Auch Khedira soll eine Vertragsverlängerung über 2015 hinaus abgelehnt haben. Da überrascht es kaum, dass sich auch Real ein Millionengeschäft sichern will. Doch wie viel sind die Gunners bereit zu bezahlen? Auch Chelsea und José Mourinho, der Khedira vor vier Jahren von Stuttgart nach Madrid geholt hatte, sollen interessiert sein. Der Marktwert des 27-Jährigen liegt bei rund 22 Millionen Euro.

Geht Ginter zum BVB?

Ein weiterer Wechsel könnte innerhalb der Bundesliga über die Bühne gehen - und zwar bis Ende der Woche. Borussia Dortmund will Matthias Ginter vom SC Freiburg. Bereits Ende Juni offenbarte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, dass man am 20-jährigen Verteidiger dran ist: «Matthias Ginter hätten wir gerne. Wir müssen sehen, wie sich das entwickelt. Vielleicht finden wir einen Weg.» Ginter, der in Freiburg bis 2017 einen Vertrag besitzt, hat bisher zwei Länderspiele absolviert. An der WM in Brasilien kam er nicht zum Einsatz.

Auch Verteidiger Shkodran Mustafi, der an der WM nicht restlos überzeugen konnte, steht vor einem Wechsel. Der 22-Jährige hat bei Sampdoria Genua einen Vertrag bis 2016, darin soll es aber eine Austiegsklausel geben. In Italien soll Meister Juventus Turin seine Fühler ausgestreckt haben. Doch auch ein Wechsel in die Bundesliga ist eine Option. Schalke, Leverkusen und Gladbach werden als potenzielle neue Arbeitgeber ins Spiel gebracht.

Deine Meinung