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Eklat an Hockey-WMDeutschem WM-Goalie gefällt Hitler-Vergleich

Deutschlands Goalie Thomas Greiss sorgt an der Hockey-WM für einen Eklat. Dem 31-Jährigen gefällt ein Bild, auf dem Hillary Clinton mit Adolf Hitler verglichen wird.

Daumen hoch für einen Hitler-Vergleich: Deutschlands WM-Goalie Thomas Greiss.

Daumen hoch für einen Hitler-Vergleich: Deutschlands WM-Goalie Thomas Greiss.

Martin Rose

Der 31-jährige Torhüter, der bei den New York Islanders unter Vertrag steht, hatte einen Instagram-Post mit einem Vergleich der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton mit Adolf Hitler mit einem Like versehen. «Nie verhaftet, nie verurteilt, genauso unschuldig wie Hillary», heisst die Unterschrift des Posts, der ein Bild Hitlers zeigt.

Wie deutsche Medien berichten, droht Greiss der Ausschluss aus dem deutschen Olympia-Team für 2018. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes reagiert bestürzt: «Wer so agiert oder kommuniziert, kann nicht Teammitglied in Pyeongchang sein.» Mittlerweile hat der Deutsche seinen Like rückgängig gemacht – nachdem er vom deutschen Eishockey-Verband darauf angesprochen worden war, berichtet Sport 1.

Sein Einsatz an den Winterspielen 2018 ist derzeit jedoch aus anderen Gründen eher unwahrscheinlich. Stand jetzt will die NHL ihre Saison im nächsten Frühjahr nicht unterbrechen, um den NHL-Stars eine Freigabe für Olympia zu gewähren.

Nicht der erste problematische Like

Der Keeper hatte unter anderem auch eine Fotomontage des neuen US-Präsidenten Donald Trumph mit einem Schwert in der einen und dem abgeschlagenen Kopf Clintons in der anderen Hand mit einem «Gefällt mir» markiert.

Das nächste WM-Gruppenspiel gegen Dänemark am Freitagabend wird Greiss verpassen. Nicht, weil er für sein Handeln sanktioniert wird, sondern weil er mit einer Oberkörperverletzung zu kämpfen hat. (20 Minuten)

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