Aktualisiert 27.11.2009 12:33

Afghanistan-Affäre

Deutscher Arbeitsminister tritt zurück

Der deutsche Arbeitsminister Franz Josef Jung tritt zurück. Der frühere Verteidigungsminister zog damit die Konsequenz aus dem Skandal um die Informationspolitik seines Ministeriums nach einem Luftangriff in Afghanistan.

Der ehemalige Verteidigungsminister will um 13.30 Uhr eine persönliche Erklärung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Luftangriff auf Tanklaster in Afghanistan abgeben.

Dem CDU-Politiker wird vorgeworfen, in seiner Amtszeit als Verteidigungsminister brisante Berichte über getötete Zivilisten bei dem Luftangriff nahe Kundus sowie über Fehler im Vorfeld des Bombardements nicht gelesen oder sogar zurückgehalten zu haben.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg räumte die Unregelmässigkeiten am Donnerstag vor dem Bundestag ein. Als erste Konsequenz gab er die Entlassung von Bundeswehr-Generalinspektor Wolfgang Schneiderhan und Staatssekretär Peter Wichert bekannt.

Beide übernähmen die Verantwortung dafür, dass ihm der geheime Untersuchungsbericht bei der Amtsübernahme nicht vorgelegt worden sei, sagte Guttenberg. (sda/dapd)

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