Kurdenregion: Deutscher Aussenminister reist in den Irak

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KurdenregionDeutscher Aussenminister reist in den Irak

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier will sich vor Ort informieren, was an Hilfe nötig ist und reist dafür am Wochenende in den Irak.

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier reist am Wochenende in den Irak. Vor einem Sondertreffen der EU-Aussenminister sagte Steinmeier am Freitag in Brüssel, er wolle sich vor Ort informieren, was an Hilfe nötig sei. Dabei gehe es unter anderem um Unterkünfte für Flüchtlinge in der Kurdenregion um Erbil. Man werde auch prüfen, was man zum Schutz der Sicherheitskräfte tun könne.

«Der Irak steht vor einer wirklichen Katastrophe», sagte Steinmeier. Im ganzen Land sei etwa eine Million Menschen auf der Flucht. Im Nord-Irak werden Jesiden und Christen nach seinen Worten «verfolgt, abgeschlachtet». Steinmeier begrüsste Luftangriffe der USA zur Unterstützung der Kurden, die im Nordirak gegen die sunnitische Extremistengruppe des so genannten Islamischen Staates (IS) kämpfen.

Unterdessen schickte Deutschland ein fünftes Transportflugzeug mit Hilfsgütern in den Irak. Nach Angaben der Regierung in Berlin starteten am Freitag in Schleswig-Holstein zunächst vier Transall-Maschinen in die nordirakische Kurden-Hauptstadt Erbil. Ein fünftes Flugzeug sei etwas später beladen worden und dann auch abgeflogen.

Aus dem Auswärtigen Amt hiess es, zu einem späteren Zeitpunkt seien auch Charterflüge für den Transport von Hilfsgütern für die Vertriebenen denkbar. (sda)

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