Deutscher Cup: Peinliche Bundesligisten

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Deutscher Cup: Peinliche Bundesligisten

Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen schieden in den 1/16-Finals des DFB-Cup auswärts gegen unterklassige Rivalen aus. Peinlich ist vor allem die Pleite der Gladbacher, die beim drittklassigen Osnabrück 1:2 verloren. Leverkusen unterlag Duisburg nach Verlängerung 2:3.

Zu einem wenig brillanten 1:0-Sieg gegen Kaiserslautern kam Cup-Holder Bayern München. Vier Tage nach dem 1:3 in der Bundesliga gegen Werder Bremen rehabilitierte sich der Doublegewinner damit zumindest resultatmässig. Gegen die Pfälzer aus der 2. Liga verwöhnte der Favorit seine Fans jedoch nicht mit tollem Spiel. «Im Cup muss man einfach weiter kommen, das ist wichtig. Es zählt nichts, wenn man vier, fünf Tore schiesst», schlug Manager Hoeness nach dem Abpfiff versöhnliche Töne an. Das einzige Tor erzielte Andreas Ottl kurz nach der Pause. Fast symptomatisch fiel dieser Treffer nach einem Corner; Claudio Pizarro verlängerte den Ball zu Ottl, der aus fünf Metern unbedrängt einköpfen konnte (49.).

Für UEFA-Cup-Teilnehmer Bayer Leverkusen gehen die schweren Tage weiter. Nachdem die «Werkself» in der Bundesliga in bedrohliche (Abstiegs-)Regionen abgestürzt war, verpasste sie nun im Cup den Befreiungsschlag. Beim Zweitbundesligisten MSV Duisburg konnte Leverkusen zwar zweimal einen Rückstand aufholen - das 1:1 schoss mit seinem ersten Saisontreffer der Schweizer Tranquillo Barnetta, der in einer abermals schwachen Equipe noch zu den Besten gehörte- musste sich aber sieben Minuten vor dem Ende der Verlängerung doch geschlagen geben. Das Siegestor für die Duisburger erzielte der slowenische Stürmer Klemen Lavric.

Einen Tag nach seinem Zwillingsbruder Philipp (0:1 mit Dortmund gegen Hannover) musste auch David Degen die Cup-Bühne verlassen. Mit Borussia Mönchengladbach leistete sich der Schweizer, der erstmals in der Startformation des Bundesligisten stand, beim drittklassigen Osnabrück einen peinlichen 1:2-Ausrutscher. Matchwinner für den Regionalligisten war der Kongolese Addy Menga mit einer Doublette (17./54.). Der Belgier Wesley Sonck schaffte für die Gladbacher lediglich den zwischenzeitlichen Ausgleich. Damit setzten die «Fohlen» beim unterklassigen Widersacher die schwache Auswärtsserie aus der Meisterschaft fort; in der Bundesliga hat die Equipe von Coach Jupp Heynckes in fremden Stadien noch keinen Punkt gewonnen.

Zu einem bedenklichen Zwischenfall kam es bei der Partie zwischen dem Regionalligisten Stuttgarter Kickers und Hertha Berlin. Vier Minuten vor dem Ende, als beim Stande von 2:0 für den Favoriten an sich alles entschieden war, wurde einer der Schiedsrichterassistenten von einem Gegenstand getroffen und musste in die Kabine geführt werden. Der Schiedsrichter brach darauf das Spiel ab. Es ist zu erwarten, dass die Stuttgarter nun am «grünen Tisch» offiziell als Verlierer erklärt werden.

Deutschland. Cup. 1/16-Finals. Am Mittwoch:

Duisburg (2.) -Bayer Leverkusen (mit Schwegler und Barnetta/Torschütze zum 1:1) 3:2 (2:1, 2:2) n.V.

Aachen - Aue (2.) 4:2 (2:1, 2:2) n.V.

Osnabrück (3.) - Borussia Mönchengladbach (mit David Degen) 2:1 (1:1)

Paderborn (2.) - Nürnberg 1:2 (0:0, 1:1) n.V.

Essen (2.) -Eintracht Frankfurt (ab 72. mit Huggel/ohne Spycher) 1:2 (0:2)

Pfullendorf (3.) - Kickers Offenbach (2.) 0:2 (0:1)

Bayern München - Kaiserslautern 1:0 (0:0)

Stuttgarter Kickers (3.) - Hertha Berlin beim Stand von 0:2 in der 86. Minute abgebrochen, weil der Schiedsrichterassistent von einem Gegenstand getroffen wurde. (si)

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