Grosswild-Jagd: Deutscher erlegt grössten Elefanten Simbabwes
Aktualisiert

Grosswild-JagdDeutscher erlegt grössten Elefanten Simbabwes

Ein zwischen 40 und 60 Jahre alter Elefant ist in Simbabwe geschossen worden. Dafür soll der Jäger 60'000 Dollar gezahlt haben. Tierschützer sind empört.

von
dia
Beim getöteten Tier soll es um einen der grössten erlegten Elefanten in den letzten dreissig Jahren handeln.

Beim getöteten Tier soll es um einen der grössten erlegten Elefanten in den letzten dreissig Jahren handeln.

Rund drei Monate nachdem ein Zahnarzt aus den USA den Löwen Cecil getötet hat, sorgt ein weiteres Jagdbild aus Simbabwe für Aufsehen. Wie der britische «Telegraph» berichtet, hat ein deutscher Jäger einen der grössten Elefanten des Landes getötet. Das Tier war laut dem Bericht zwischen 40 und 60 Jahren alt. Es sei zuvor aber noch nie im Gonarezhou Nationalpark im Süden Simbabwes gesehen worden. Möglicherweise habe es zuvor im benachbarten Südafrika im bekannten Krüger-Nationalpark gelebt.

Der Jäger, der nicht namentlich genannt wird, soll für sein Abenteuer 60'000 US-Dollar (rund 57'000 Franken) bezahlt haben. Laut den Organisatoren buchte er ein 21-tägiges Arrangement, bei dem die Jagd nach den sogenannten Big Five (Elefanten, Leoparden, Löwen, Büffeln und Nashörnern) auf dem Programm stand.

«Legale Jagd»

In Jagdforen wird der Deutsche gefeiert, da man dort davon ausgeht, dass es sich beim getöteten Tier um einen der grössten erlegten Elefanten in den letzten dreissig Jahren handelt. Derweil haben Safari-Anbieter und Tierschützer ihre Empörung über den Abschuss geäussert. Es sei ein einzigartiges Tier gewesen und hätte beschützt werden sollen, damit alle es sehen können. Man bedauere den Verlust dieses «wunderschönen Elefanten».

Der Tourguide verteidigt den Jäger: «Das war eine legale Jagd. Unser Kunde hat nichts falsch gemacht.» Der Elefant sei wahrscheinlich um die 60 Jahre alt gewesen. «Er hat seine Samen schon viele, viele Male weitergegeben», so der Guide. 70 Prozent der Jagdeinnahmen würden zudem an die Bevölkerung zurückfliessen. «Das ist gut für Simbabwe und die Menschen, die hier leben. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Jäger 100'000 Dollar (95'000 Franken) dafür ausgeben.»

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