«Ansammlung von Fledermauserregern»: Deutscher Forscher ist sich sicher, dass Corona aus dem Labor kommt
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«Ansammlung von Fledermauserregern»Deutscher Forscher ist sich sicher, dass Corona aus dem Labor kommt

Der deutsche Physiker Roland Wiesendanger widerspricht den Ergebnissen des WHO-Teams, dass Corona nicht im Labor entstanden ist. Viele Hinweise würden seine These untermauern.

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Mitglieder des WHO-Forschungsteams erreichen das virologische Institut in Wuhan. Ein deutscher Physiker ist sich sicher, dass das Virus von dort stammt. (Archivbild)

Mitglieder des WHO-Forschungsteams erreichen das virologische Institut in Wuhan. Ein deutscher Physiker ist sich sicher, dass das Virus von dort stammt. (Archivbild)

AFP
Die Forscher der WHO treffen beim geschlossenen Huanan Fischmarkt in Wuhan ein. (31. Januar 2021)

Die Forscher der WHO treffen beim geschlossenen Huanan Fischmarkt in Wuhan ein. (31. Januar 2021)

AFP
Sie werden von Sicherheitspersonal und chinesischen Beamten begleitet. 

Sie werden von Sicherheitspersonal und chinesischen Beamten begleitet.

REUTERS

Darum gehts

  • Der deutsche Physiker Roland Wiesendanger hat eine Studie veröffentlicht, wonach das Coronavirus seinen Ursprung in einem Labor in Wuhan haben soll.

  • Ein Forscher-Team der WHO glaubt aber nicht an einen Laborunfall.

  • Dass das Virus sehr wahrscheinlich von Fledermäusen stammt, darüber sind sich beide Parteien einig.

Die Experten der WHO, welche den Ursprungsort der Pandemie in Wuhan untersuchten, glauben nicht an einen Laborunfall. Den Ergebnissen, die das Team vor gut einer Woche präsentierte, widerspricht der deutsche Physiker Roland Wiesendanger. Ihm zufolge sprechen sowohl die Zahl als auch die Qualität der Indizien für einen Laborunfall in Wuhan als Ursache der gegenwärtigen Pandemie.

Dass das Virus aller Wahrscheinlichkeit auf Fledermäuse zurückzuführen ist, darin sind die WHO und Wiesendanger einig. Nur hätten die Tiere, so Wiesendanger, ihren Weg nicht auf natürliche Weise nach Wuhan gefunden. «Im virologischen Institut der Stadt Wuhan gibt es eine der weltweit grössten Sammlungen von Fledermauserregern, welche von weit entfernten Höhlen in südchinesischen Provinzen stammen», sagt Wiesendanger gegenüber «Bild». Die Höhlen seien aber fast 2000 Kilometer von Wuhan entfernt.

Kein Zwischenwirtstier ermittelt

Weiter merkt der Physiker an, dass im Gegensatz zu früheren Epidemien wie SARS und MERS, bis heute kein Zwischenwirtstier identifiziert werden konnte, welches die Übertragung von SARS-CoV-2-Erregern von Fledermäusen auf den Menschen ermöglicht haben könnte.

Die Hinweise zum Virus selbst und zahlreiche Veröffentlichungen in Fachzeitschriften, unter anderem in sozialen Medien hätten gezeigt, dass Corona ein Laborunfall war. Zur Motivation, die Studie im vergangenen Jahr durchzuführen, sagt Wiesendanger: «Die wissenschaftliche Neugier hat mich ebenso dazu gebracht wie ein Pflichtgefühl. Als Wissenschaftler muss ich nach dem Ursprung all des Leidens fragen, den das SARS-CoV-2-Virus verursacht hat.»

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

(kat)

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