Karl Lauterbach – «Omikron als schmutzige Impfung ist keine Alternative zur Impfpflicht»

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Karl Lauterbach«Omikron als schmutzige Impfung ist keine Alternative zur Impfpflicht»

Die derzeit rekordhohen Ansteckungszahlen im Land stellten eine Gefahr dar, denn eine Durchseuchung könnte nach wie vor viele Opfer fordern.

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Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will eine Impfpflicht für alle erwachsenen Bürgerinnen und Bürger.

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will eine Impfpflicht für alle erwachsenen Bürgerinnen und Bürger.

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Durch die aktuelle Omikron-Welle drohten zu viele Infektionen und unabsehbare Schäden.

Durch die aktuelle Omikron-Welle drohten zu viele Infektionen und unabsehbare Schäden.

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In Deutschland wurden bislang 59,3 Millionen Menschen doppelt geimpft. 55 Prozent davon haben bereits einen Booster erhalten.

In Deutschland wurden bislang 59,3 Millionen Menschen doppelt geimpft. 55 Prozent davon haben bereits einen Booster erhalten.

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Darum gehts

  • Karl Lauterbach (SPD) fürchtet eine unkontrollierte Durchseuchung der Bevölkerung.

  • Er fordert die Impfpflicht für alle Erwachsenen in Deutschland.

  • «Omikron als schmutzige Impfung ist keine Alternative zur Impfpflicht», sagt er.

Wie das deutsche Nachrichtenportal «Focus» berichtet, möchte der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine Impfpflicht für alle Personen ab 18 Jahren im Land sehen. «Die Impfpflicht muss schnell kommen. Wir können nicht darauf warten, dass eine Impfpflicht überflüssig wird, weil wir eine sehr hohe Durchseuchung der Bevölkerung haben. Omikron als schmutzige Impfung ist keine Alternative zur Impfpflicht», sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland am Mittwoch. Er arbeite derzeit an einem Vorschlag dafür.

Verkürzung der Quarantänedauer im Gespräch

Lauterbach verteidigte zudem seinen Vorstoss, die Quarantänedauer zu verkürzen. Studien zeigten, dass die Generationszeit – also die Phase, in der sich das Virus im Körper ausbreitet, und die Phase, in der ein Mensch ansteckend ist – bei Omikron viel kürzer sei. «Wir können also bis zu einem gewissen Grad die Quarantänezeit verkürzen, ohne ins Risiko zu gehen», sagte er.

Die Verkürzung sei auch notwendig, da «bestimmte Bereiche der kritischen Infrastruktur» durch zunehmende Ansteckungen von Personalmangel betroffen sein könnten – insbesondere Krankenhäuser, Altenpflege sowie Polizei, Feuerwehr und die Versorgung mit Wasser und Elektrizität. Für diese Bereiche seien neue Quarantäne- und Isolationsregeln nötig. Auch die Bereiche Schule und Reisen müssten bedacht werden, betonte der Minister.

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(AFP/pme)

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