Dustin Brown: Deutscher Rastamann zeigt den «Becker-Hecht»
Aktualisiert

Dustin BrownDeutscher Rastamann zeigt den «Becker-Hecht»

Dustin Brown verzaubert mit seinem ungewöhnlichen Spielstil ganz Wimbledon. Erst recht seit seinem «Becker-Hecht», mit dem er den Grundstein für den Sieg gegen Lleyton Hewitt legte.

von
pre

Der deutsche Qualifikant Dustin Brown mausert sich in Wimbledon zum Publikumsliebling. Dabei machen die langen, geflochtenen Haare und der schlaksige Körper des Rastamanns nur einen kleinen Teil seiner Anziehungskraft aus. Vielmehr begeistert seine ungewöhnliche Spielweise die Zuschauer.

Der 28-jährige Paradiesvogel spielt konsequent Serve-and-Volley, schnibbelt von der Grundlinie und peitscht die Bälle nach einem Vorstoss richtiggehend übers Netz. Auch in der zweiten Runde gegen den ehemaligen Wimbledon-Sieger Lleyton Hewitt spielt Brown gross auf. Den Satzball im ersten Durchgang verwandelte er mit einem äusserst sehenswerten «Becker-Hecht».

Nach einem zu harmlosen Netzangriff kommt der Deutsche nur dank einem gewagten Sprung, der einst das Markenzeichen von Boris Becker war, noch an den Vorhand-Volley. Sanft kullert der Ball danach von seinem Racket übers Netz. Mit ausgestreckten Armen und Beinen feiert er sich danach unter tosendem Applaus des Publikums selbst.

Brown darf träumen

Brown siegte gegen den Australier 6:4, 6:4, 6:7 , 6:2 und sein persönliches Wimbledon-Märchen könnte noch etwas weitergehen. In Runde drei trifft er auf den Franzosen Adrian Mannarino, die Nummer 111 der Weltrangliste. Im Achtelfinal würde entweder Lukasz Kubot oder Benoît Paire warten, im Viertelfinal könnte es zum Duell mit Roger Federer kommen.

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