Machu Picchu: Deutscher springt für Selfie in den Tod
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Machu PicchuDeutscher springt für Selfie in den Tod

Ein deutscher Tourist klettert über eine Sicherheitsabsperrung, um ein tolles Foto von sich vor den Inka-Ruinen in Machu Picchu zu machen. Ein fataler Fehler.

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Für ein vermeintlich spektakuläres Foto setzen sich gewisse Leute äusserst brenzligen Situationen aus. Insgesamt gab es in den letzten Jahren 127 aufgezeichnete Selfie-Todesfälle, wie Forscher der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh herausgefunden haben.

Für ein vermeintlich spektakuläres Foto setzen sich gewisse Leute äusserst brenzligen Situationen aus. Insgesamt gab es in den letzten Jahren 127 aufgezeichnete Selfie-Todesfälle, wie Forscher der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh herausgefunden haben.

Niels Harlaar / Eyeem
Das letzte Foto von Colleen Burns am Grand Canyon. Nur Minuten später stürzte sie 122 Meter tief in die Schlucht, weil sie einem Mann Platz machte, der ein Selfie schiessen wollte. Wegen solcher Erinnerungsfotos kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Etwa ...

Das letzte Foto von Colleen Burns am Grand Canyon. Nur Minuten später stürzte sie 122 Meter tief in die Schlucht, weil sie einem Mann Platz machte, der ein Selfie schiessen wollte. Wegen solcher Erinnerungsfotos kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Etwa ...

Instragram
... am 29. Juni 2016, als ein deutscher Tourist über eine Sicherheitsabsperrung kletterte, um ein Selfie vor den Inka-Ruinen in Machu Picchu zu machen. Dann bat er andere, ein Foto von ihm zu schiessen, während er hochsprang. Dabei verlor der Mann das Gleichgewicht und stürzte einen hundert Meter tiefen Hang hinab.

... am 29. Juni 2016, als ein deutscher Tourist über eine Sicherheitsabsperrung kletterte, um ein Selfie vor den Inka-Ruinen in Machu Picchu zu machen. Dann bat er andere, ein Foto von ihm zu schiessen, während er hochsprang. Dabei verlor der Mann das Gleichgewicht und stürzte einen hundert Meter tiefen Hang hinab.

AP/Karel Navarro

Parkwächter in der Inka-Ruinenstätte Machu Picchu in den peruanischen Anden haben am Donnerstag die Leiche des Deutschen Oliver P. (51) geborgen. Der Tourist war am Tag zuvor auf der Suche nach dem perfekten Foto in den Tod gesprungen.

Laut dem Nachrichtenportal «Publimetro» war der Deutsche über eine Sicherheitsabsperrung geklettert. Zunächst machte er mehrere Selfies vor der grandiosen Inka-Stadt als Kulisse. Dann bat er andere, ein Foto von ihm zu schiessen, während er in die Luft sprang. Dabei verlor P. das Gleichgewicht und stürzte einen hundert Meter tiefen Hang hinab. Die Überreste der Leiche wurden in die Stadt Cusco gebracht.

Nicht der erste Fall

Auch andernorts endete die Aufnahme von Selfies bereits tödlich. 2014 kam in Portugal ein polnisches Elternpaar vor den Augen seiner Kinder ums Leben, als es versuchte, Fotos an einer steilen Klippe zu machen. Die beiden stürzten dabei in die Tiefe.

Ein Jahr später schoss sich ein 19-Jähriger aus Texas in die Schläfe, als er mit einer geladenen Waffe für ein Selfie posierte. Nicht selten kommt es zu Todesfällen, weil Menschen beim Autofahren Selbstporträts schiessen oder sich zu nahe an Flussufer, Bahnschienen oder Strassen stellen – oder weil sie den empfohlenen Mindestabstand zu Tieren in Wildparks nicht einhalten. Erst kürzlich kam ein Besucher im Yeshanko Wildlife Zoo in der südchinesischen Stadt Weihai ums Leben, als er für ein paar aussergewöhnliche Erinnerungsfotos ins Walrossgehege stieg. Das Tier zog den Mann ins Becken. Er wurde vom Bullen so lange unter Wasser gedrückt, bis er ertrank.

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