Horror im Paradies: Deutscher Tourist Opfer von Kannibale?
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Horror im ParadiesDeutscher Tourist Opfer von Kannibale?

Seit gut einer Woche wird ein deutscher Weltumsegler vermisst. Jetzt verdichten sich die Anzeichen, dass der 40-Jährige auf der Südsee-Insel Nuku Hiva Opfer eines 31-jährigen Kannibalen wurde.

von
meg
Strand im abgelegenen Hakaui-Tal auf Nuku Hiva: Wurde der deutsche Weltumsegler (kleines Bild) hier Opfer eines Gewaltverbrechens?

Strand im abgelegenen Hakaui-Tal auf Nuku Hiva: Wurde der deutsche Weltumsegler (kleines Bild) hier Opfer eines Gewaltverbrechens?

Ende September hat ein deutscher Weltumsegler mit seiner Begleiterin die Südsee-Insel Nuku Hiva erreicht. Die zu Französisch-Polynesien gehörende Insel ist paradiesisch schön. Doch für den 40-Jährigen Abenteurer wurde sie vermutlich zum Verhängnis.

Seit gut einer Woche galt der Mann als vermisst. Nach dem Verschwinden des Deutschen stiessen die Polizisten in einem abgelegenen Tal auf der Insel auf eine frische Feuerstelle. In der Feuerstelle befand sich laut Medienberichten noch Glut, rund um die Feuerstelle war Asche verteilt. Darin lagen Knochen, ein Gebiss mit einer Zahnprothese und verschmortes Metall. Auch Kleidungsstücke werden rund um die Feuerstelle gefunden. Offensichtlich sei dort ein menschlicher Körper in Stücke gehackt und verbrannt worden, so die Staatsanwaltschaft.

Kannibale wollte Schweizer verspeisen

Der zuständige Staatsanwalt José Thorel kann nicht ausschliessen, dass die sterblichen Überreste von dem vermissten Deutschen stammen. Erst eine DNA-Untersuchung kann darüber Aufschluss geben. Doch die Hinweise verdichten sich, dass der Mann einem Einheimischen zum Opfer gefallen ist.

Mit dem Täter auf Bergtour?

Der deutsche Abenteurer soll am vergangenen Sonntag von einem einheimischen Jäger zu einer Bergtour ins Hakaui-Tal eingeladen worden sein – dorthin, wo später die Feuerstelle gefunden wurde. Der 31-jährige Jäger kam Stunden später alleine von dem Ausflug zurück, wie die deutsche Begleiterin aussagte. Der Einheimische habe ihr erklärt, dass sich ihr Lebenspartner bei dem Ausflug verletzt habe und Hilfe benötige. Die Frau machte sich schliesslich mit dem Jäger auf die Suche – und wurde offenbar ebenfalls Opfer des Mannes. Er habe sie mit einer Waffe bedroht, sie sexuell belästigt und unweit der Feuerstelle an einen Baum gefesselt, erklärte sie. Später konnte sie sich befreien und die Polizei alarmieren.

Die Polizei sucht nun nach dem 31-jährigen Einheimischen. Er wird des Mordes, der Entführung und des sexuellen Missbrauchs verdächtigt.

Der Deutsche war mit seiner 37-jährigen Freundin in einem Katamaran auf Weltreise. Ende September sollen sie in der Anaho-Bucht von Nuku Hiva vor Anker gegangen sein. Die im Pazifik liegenden Marquesas-Inseln gehören zu Französisch-Polynesien. Als Hauptinsel der Inselgruppe verfügt Nuku Hiva einen Flughafen. Das Hakaui-Tal gehört zu den entlegendsten Orten der Insel und vor allem wegen seiner Ruinen und Relikte interessant, schreibt Spiegel Online. In den vergangenen Jahrhunderten befanden sich dort gemäss dem Bericht mehrere Kultstätten.

Bis Mitte des 18. Jahrhunderts gehörte Kannibalismus zu der dortigen kriegerischen Kultur. Seither allerdings habe es keine Probleme mehr gegeben, so Spiegel Online.

Die Südsee-Insel Nuku Hiva

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