Aktualisiert 02.09.2015 08:27

FC Ostelbien Dornburg

Deutscher Verband wirft Neonazi-Club raus

Der rechtsextreme Fussballclub FC Ostelbien Dornburg ist aus dem Verband ausgeschlossen worden. Dies entschied der Landessportbund Sachsen-Anhalt.

Der Landessportbund in Sachsen-Anhalt (LSB) hat durchgegriffen. Der rechtsextreme Fussballclub FC Ostelbien Dornburg wurde aus dem Verband ausgeschlossen. Die Abstimmung des Präsidiums am Montag war einstimmig.

LSB-Präsident Andreas Silbersack meinte dazu: «Unsere Satzung sieht den Ausschluss eines Mitglieds bei groben Verstössen gegen sportliches Verhalten oder die Interessen des LSB, insbesondere durch Kundgabe und Duldung extremistischer, rassistischer, fremdenfeindlicher, sexistischer oder homophober Gesinnung im Verein vor.»

Einspruch noch möglich

Bereits Anfang August, noch vor dem Start der Kreisligasaison, weigerten sich 59 Schiedsrichter, Spiele des Neonazi-Clubs zu pfeifen. Dies aus Angst vor rechtsextremen Übergriffen sowie Ausschreitungen während und nach den Partien. Das erste angesetzte Spiel gegen die SG Traktor Schermen von diesem Wochenende wurde abgesagt. «Der LSB hat eine Fürsorgepflicht gegenüber Vereinen, Spielern und Schiedsrichtern, die er schützen muss», so Silbersack.

Schlägerei bei Neonazi-Club

Doch damit ist das letzte Wort in der Angelegenheit noch nicht gesprochen. Der FC Ostelbien hat die Möglichkeit, rechtlich gegen den Ausschluss vorzugehen. Der Einspruch müsste innerhalb von sechs Wochen erfolgen. Würde Ostelbien dies tun, würde sich der Hauptausschuss des LSB am 14. November bei seiner Sitzung mit dem Thema befassen. (20 Minuten)

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