Deutscher will Vater von 1000 Kindern werden
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Deutscher will Vater von 1000 Kindern werden

Der in Paraguay lebende Deutsche Jürgen Hass will bis Ende des Jahres die Vaterschaft von 1000 ausländischen Kindern anerkennen - unter anderem um sich an der Bundesrepublik zu rächen.

Er wolle den Kindern helfen, sagte der 56-Jährige dem Bericht zufolge, zugleich aber auch «einen persönlichen, privaten Rachefeldzug» gegen den Staat führen. Hass, ein früherer Versicherungskaufmann und FDP-Kommunalpolitiker aus der niederrheinischen Stadt Rees, war 1987 wegen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden, fühlt sich aber unschuldig.

Mit der Anerkennung der Vaterschaft durch Hass werden die Kinder deutsche Staatsbürger. Der Frührentner wolle den Kindern die Möglichkeit zu einer Ausbildung oder einem Studium und Zugang zu deutschen Sozialleistungen verschaffen, berichtete der «Spiegel». Unterhalt müsse er nicht zahlen, weil seine Rente nicht pfändbar sei.

Hass profitiere von einer Grauzone des Kindschaftsrechtsreformgesetzes von 1998, das Männern die Anerkennung einer Vaterschaft erlaube, wenn die jeweilige Mutter zustimme und niemand anderes sich als Vater erkläre, hiess es weiter. Der 56-Jährige habe nach eigenen Angaben bereits rund 300 Kinder aus Paraguay, Rumänien, Ungarn, Moldawien, Russland, der Ukraine und Indien anerkannt. (dapd)

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