Aktualisiert 28.07.2004 14:21

Deutsches Handgeld für jüdische KZ-Arbeiter

Ehemalige jüdische Zwangsarbeiter des Nazi-Regimes können noch im August mit einem zweiten Teil ihrer Entschädigung rechnen.

Bei dem Geld handele es sich um jeweils 2.500 Euro, sagte der Deutschland-Repräsentant der Opferorganisation Claims Conference, Karl Brozik, am Mittwoch in Frankfurt am Main. Der Betrag werde von der Stiftung «Erinnerung, Verantwortung und Zukunft» ausgezahlt, die von deutschen Unternehmen und der Bundesregierung getragen wird. Frühere Zwangsarbeiter erhielten bislang je 5.000 Euro Entschädigung.

Bei dem jetzigen Betrag handele es sich um Zinsen aus dem Stiftungsvermögen, sagte Brozik. Nach eigener Aussage vertritt die Claims Conference die Interessen von weltweit mehr als 140.000 überlebenden jüdischen Zwangsarbeitern.

Brozik kündigte die Auszahlung anlässlich einer Buchvorstellung im Frankfurter Jüdischen Museum an. Bei dem Buch handelt es sich um eine Dokumentation einer Konferenz zum 50. Jahrestag des Luxemburger Abkommens 2002 in Berlin. Mit dem Abkommen hatte sich Deutschland 1952 zur Entschädigung von jüdischen Nazi-Opfern verpflichtet. (dapd)

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