Deutschland fürchtet den Ärzte-Streik

Aktualisiert

Deutschland fürchtet den Ärzte-Streik

In Deutschland ist der Streik im öffentlichen Dienst am Montag in die sechste Woche gegangen. Für Donnerstag droht in Deutschland auch ein Streik der Klinikärzte.

In den Gemeinden Baden-Württembergs rief die Gewerkschaft ver.di 15 000 Menschen zum Arbeitskampf gegen längere Arbeitszeiten auf.

In Baden-Württembergs hatte der Ausstand am 6. Februar begonnen. Am Dienstag will sich die Gewerkschaft dort mit den Arbeitgebern zu einem Sondierungsgespräch treffen, um die festgefahrenen Tarifgespräche wieder in Schwung zu bringen. Die Arbeitgeber wollen aber vorab klären, ob ein solches neues Gespräch derzeit Sinn hat.

Neben den kommunalen Beschäftigten sind in zahlreichen deutschen Bundesländern auch die Landesbediensteten an den Streiks beteiligt. Die Gespräche zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TDL) über längere Arbeitszeiten waren am Samstag vorerst gescheitert.

Das Arbeitgeberlager präsentiert sich jetzt zerstritten, nachdem sozialdemokratische Landespolitiker den der CDU angehörenden Verhandlungsführer Hartmut Möllring kritisiert hatten.

Ärzte-Streik droht

Für Donnerstag droht in Deutschland auch ein Streik der Klinikärzte. Die Mitglieder der Ärzteorganisation Marburger Bund fordern bessere Arbeitsbedingungen und 30 Prozent höhere Einkommen.

Der Marburger Bund hatte die Tarifverhandlungen für die rund 22 000 Ärzte an Unikliniken und Landesspitälern in der vergangenen Woche für gescheitert erklärt und die Mitglieder zur Urabstimmung über Streiks aufgerufen. Die Urabstimmung sollte am Montag beginnen. (sda)

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