Deutschland greift IKB mit einer Milliarde unter die Arme
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Deutschland greift IKB mit einer Milliarde unter die Arme

Die Deutsche Regierung will sich an der Rettung der pleitebedrohten Mittelstandsbank IKB über die staatliche KfW mit einer Milliarde Euro beteiligen. Insgesamt soll die Bank 1,5 Mrd. Euro erhalten.

Wie die restlichen 500 Mio. Euro finanziert werden sollten, sei bislang noch nicht abschliessend geklärt, sagte Finanzminister Peer Steinbrück am Mittwoch in Berlin nach der Sitzung des Verwaltungsrats der KfW.

Steinbrück rief Privatbanken, genossenschaftliche und öffentlich- rechtliche Banken auf, sich an der Stützungsaktion zu beteiligen. Mit der Finanzspritze solle ein «erheblicher Vertrauensverlust in den Finanzplatz Deutschland» abgewendet werden.

Mit Blick auf die privaten Banken, denen eine weitere Beteiligung an Hilfen abverlangt wird, sagte Steinbrück: «Die IKB ist eine private Bank.» Ihre Insolvenz würde die Einlagensicherung der privaten Banken besonders belasten.

Die Staatsbank KfW hält 38 Prozent an der IKB, die durch Spekulationen mit faulen US-Immobilienkrediten in Schieflage geraten ist. Der Staat und die deutsche Bankenlandschaft hatten die IKB schon zuvor mit grossen Summen gestützt.

Steinbrück sagte, der Beitrag des Bundes werde den Haushalt in diesem Jahr nicht belasten. Eine Insolvenz der IKB habe vermieden werden müssen, um Schaden vom deutschen Finanzmarkt abzuwenden.

(sda)

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