Aktualisiert 13.02.2009 10:03

KriseDeutschland steckt tief in der Rezession

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im vierten Quartal 2008 um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Zuletzt ging die Wirtschaftsleistung 1987 so stark zurück.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug der Rückgang preis- und kalenderbereinigt 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Die Statistiker führten den Rückgang vor allem auf zurückgehende Investitionen in Anlagen, den schwachen Export und zurückhaltende Konsumenten zurück. Zudem baute die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal Lagerbestände auf.

Im ersten Quartal 1987 sank das BIP um 2,5 Prozent. Der jetzige Rückgang ist allerdings viel gravierender, weil damals schon im folgenden Quartal ein Wachstum von 2,2 Prozent erreicht wurde. Das jetzige Minusquartal ist aber bereits das dritte in Folge. In den beiden Vorquartalen schrumpfte die Wirtschaft um jeweils ein halbes Prozent. Nach allen Massstäben steckt Deutschland damit in einer schweren Rezession.

Beschäftigungszuwachs schwächt sich ab

Am Arbeitsmarkt gibt es dagegen noch eine positive Entwicklung. Die Wirtschaftsleistung wurde im vierten Quartal von 40,8 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das waren 422 000 Personen oder ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit wurde der höchste Beschäftigungsstand seit der Wiedervereinigung erreicht. Der Beschäftigungszuwachs hat sich aber seit Anfang 2008 deutlich abgeschwächt.

(dapd)

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