G7-Justizminister : Deutschland will Untersuchung russischer Kriegsverbrechen vorantreiben

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G7-Justizminister
Deutschland will Untersuchung russischer Kriegsverbrechen vorantreiben

Die Justizminister der sieben grössten Industrienationen (G7) wollen sich für die Verfolgung von Kriegsverbrechen in der Ukraine einsetzen. Das Treffen findet in Berlin statt.

Aufwändige Ermittlungen zu russischen Kriegsverbrechen: Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft führt über 40’000 Verfahren.

Video: 20min/al/jd

Im April sorgte das Massaker von Butscha für Entsetzen. Nach dem Abzug der Russen aus dem Vorort von Kiew wurden 458 Leichen gefunden. 419 trugen Anzeichen dafür, dass sie getötet oder gefoltert wurden.

Auch an anderen Orten soll es zu russischen Massakern gekommen sein. Russland bestreitet die Vorwürfe. Laut Tagesschau.de führt die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft mehr als 40’000 Verfahren im Zusammenhang mit Kriegsverbrechen. Die Ermittlungsarbeit sei während des andauernden Kriegs schwierig und aufwändig.

Deutschland will effizientere Koordination

Die Justizminister der sieben grössten Industrienationen (G7) wollen sich nun für die Verfolgung der Kriegsverbrechen in der Ukraine einsetzen. Dafür treffen sie sich bis Dienstag in Berlin.
«Wir werden vor allem über die entsetzlichen Kriegsverbrechen sprechen, die auf dem Gebiet der Ukraine verübt werden und die wir verfolgen und bestrafen wollen», sagt der deutsche Bundesjustizminister Marco Buschmann.

Deutschland möchte laut Buschmann helfen, die Untersuchungen russischer Kriegsverbrechen besser zu koordinieren. Dazu werde man eine effizientere Koordination der Ermittlungen verabreden. 

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(dpa/jd)

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