Aktualisiert

Deutschschweizer Wetterfrösche verärgern das Tessin

Ticino Turismo ist über die oft falschen Prognosen der Deutschschweizer Wetterfrösche verärgert. Deswegen würden viele Leute auf einen Kurztrip in die Sonnenstube verzichten.

Vorhersagen der Wetterstation Locarno-Monti sollen nun Besserung bringen.

Publiziert werden deren Prognosen künftig unter anderem auch auf der Homepage von Ticino Turismo (www.ticino-tourism.ch). Ziel ist es, potenziellen Gästen eine möglichst präzise Wettervorhersage anbieten zu können. Denn die Tourismusbranche will sich das Geschäft nicht mehr durch «Falschmeldungen» verderben lassen.

Für Polemiken haben im Südkanton zuletzt die Wetterprognosen für Ostern gesorgt - statt den vielfach angekündigten dicken Wolken strahlte am Ostersonntag die Sonne. Ticino Turismo rügt deshalb vor allem die privaten Wetterstationen auf der Alpennordseite, welche die Medien mit unpräzisen Informationen bedient haben.

«Besonders komplexe Herausforderung»

Trotz der technischen Fortschritte der vergangenen Jahre sei die Wettervorhersage für eine alpine und voralpine Region wie das Tessin eine «besonders komplexe Herausforderung» geblieben. Man benötige eine «tiefe und direkte Kenntnis der meteorologischen Besonderheiten», teilten Ticino Turismo und MeteoSvizzera am Donnerstag in einem gemeinsamen Communiqué mit.

Im Gegensatz zur fast siebzig Jahre alten Wetterstation bei Locarno fehle diese Erfahrung vielen privaten Wetterfröschen auf der Alpennordseite.

Ticino Turismo und MeteoSvizzera Locarno-Monti werden in den nächsten Wochen abklären, wie man die Informationen der Tessiner Wetterstation in Zukunft nördlich des Gotthards besser verbreiten könnte.

(sda)

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