Devisenhandel: Dollar im Steigflug
Aktualisiert

Devisenhandel: Dollar im Steigflug

Ein unerwartet starker Stellenzuwachs in den USA hat am Freitag dem Dollar zu deutlichen Kursgewinnen verholfen.

Die Spekulationen über steigende US-Zinsen wurden wieder angefacht. Euro und Franken gingen hingegen auf Talfahrt.

In den USA waren im April ausserhalb der Landwirtschaft mit 274 000 Stellen deutlich mehr Stellen geschaffen worden als erwartet. «Wenn man den Schnitt über die letzten drei Monate nimmt, ergibt sich ein durchschnittlicher Stellenzuwachs von rund 200 000», sagte ein Händler in London gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. «Das ist ziemlich robust.»

«Das ist sehr positiv für den Dollar», sagte ein US- Devisenstratege: «Jetzt werden wieder alle davon reden, dass die Fed aggressiver wird.» Die US-Notenbank (Fed), die erst am Dienstag die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte auf 3 Prozent angehoben hatte, dürfte laut Händlern nach diesen Zahlen nicht an eine Pause im Zinserhöhungszyklus denken.

Bis gegen 16 Uhr legte der Dollar auf 1,2051 (Mittwoch: 1,1896) Fr. zu. Der Euro fiel dagegen auf 1,2846 (1,2949) Dollar zurück. Vor der Bekanntgabe der US-Stellendaten hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs bei 1,2947 (1,2954) Dollar festgelegt.

Gegenüber dem Franken stieg der Euro dagegen auf 1,5490 (1,5407) Franken. 100 Yen kletterten auf 1,1500 (1,1397) Franken, während sich das britische Pfund auf 2,2818 (2,2599) Fr. verteuerte.

Bei den Edelmetallen gab die Unze Feingold auf 425,45 (428,90) Dollar nach. Derweil stieg das Kilogramm auf 16 482 (16 380) Franken. Die Unze Silber verteuerte sich auf 6,96 (6,93) Dollar, das Kilo auf 269,80 (265,10) Franken. (sda)

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