Finanzkrise: Dexia-Bank erhält Milliarden-Finanzspritze
Aktualisiert

FinanzkriseDexia-Bank erhält Milliarden-Finanzspritze

Die Regierungen von Belgien, Frankreich und Luxemburg stellen zur Rettung der angeschlagenen Dexia-Bank eine Finanzspritze von rund 6,4 Milliarden Euro zur Verfügung.

Drei Milliarden Euro sollten aus Belgien kommen, hiess es am Dienstag in Brüssel. Weitere drei Milliarden investiert die französische Regierung. Das staatliche französische Caisse des dépôts et consignations (CDC) hält gut zehn Prozent der Dexia-Anteile. Luxemburg beteiligt sich mit 376 Millionen Euro.

Sorgen über die Solvenz der französisch-belgischen Kommunalbank liessen den Kurs der Dexia-Aktie an der Brüsseler Börse am Montag um bis zu 31 Prozent einbrechen. Grund sind Verluste der auf Kredite spezialisierten US-Filiale FSA. Der belgische Ministerpräsident Leterme hatte am Montag im Fernsehsender VRT erklärt: «Wir werden auch bei Dexia unsere Verantwortung wahrnehmen.»

Dexia ist bereits die zweite Bank binnen weniger Tage, die Unterstützung der Benelux-Staaten erhält. Am Sonntag hatten die Regierungen Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs beschlossen, je 49 Prozent der Anteile der Fortis-Tochtergesellschaften in ihrem jeweiligen Land zu übernehmen. (dapd)

Deine Meinung